Russin überlebt in Sommerkleidung 48 Stunden in Gletscherspalte.

Alleine, nur in kurzen Hosen und mit Turnschuhen, aber ohne jegliche Hochtourenausrüstung war am vergangenen Sonntag eine Russin von der Monte-Rosa-Hütte (2883 m) zu einem "Spaziergang" auf den Grenzgletscher aufgebrochen - trotz eindringlicher Mahnungen des Hüttenpersonals.

Auf etwa 3725 Meter brach die in Deutschland lebende Frau in eine Gletscherspalte ein, fiel anschließend rund 15 Meter in die Tiefe, wo sie auf einer Eisbrücke liegen blieb.

Zwei Tage rief die Wanderin, die sich bei dem Sturz keinerlei Verletzungen zugezogen hatte, vergeblich um Hilfe, ehe eine Seilschaft, die gerade Richtung Capanna Margherita unterwegs war, auf die Schreie der Frau aufmerksam wurde. 

Die Alpinisten informierten umgehend die Bergrettung Zermatt, die die Frau wenig später aus ihrem "eisigen Gefängnis" befreien konnten. Sie wurde "mit milder Unterkühlung (34 °C) mit dem Rettungshelikopter ins nächstgelegene Spital geflogen", wie Air Zermatt in einem Facebook-Post mitteilte.

Man habe "in den letzten 20 Jahren keine derartige Wunder-Rettung aus einer Gletscherspalte erlebt". Auch für Einsatzleiter Helmut Lerjen ist der Vorfall ohne Beispiel: "Ich bin seit 21 Jahren Bergretter, aber dass jemand so etwas überlebt, ist in dieser Zeit noch nie vorgekommen.“

Auf Gletschern unterwegs? Auf diese Ausrüstung solltet ihr keinesfalls verzichten:

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