Auf der tibetischen Seite des höchsten Bergs der Erde wurden drei Camps vorübergehend mit 5G-Empfang ausgestattet.

+++ Update vom 04.05. +++

China Mobile Telecom und Huawei haben drei Mobilfunkstationen auf 5300, 5800 und 6500 Metern Höhe eingerichtet, um Kletterer, Wissenschaftler und Landvermesser mit bis zu 700 mpbs schnellem 5G-Empfang versorgen. 

Dies soll allerdings nur vorübergehend sein. Der Highspeed-Empfang diene vorrangig einer neuen Vermessung des Mount Everests. Weiter heißt es, dass die Stationen nach Abschluss der Arbeiten noch in diesem Jahr wieder abgebaut werden sollen.

+++ Ursprüngliche Meldung vom 29.04. +++

Im Basislager (ca. 5300 m) wurden bereits Geschwindigkeiten von 700 mpbs im Download und 223 mpbs im Upload gemessen - bei Minus 20 Grad Celsius. Auch das Transition Camp (5800 m) wird schon mit 5G versorgt. Im Aufbau ist gerade der 5G-Empfang für das Advanced Base Camp auf 6500 Metern. Chinesischen Medien zu Folge gäbe es sogar Planungen, in der Gipfelregion 5G-Empfang zu ermöglichen.

Acht Tonnen Netzwerk-Material mussten auf vollbeladenen Yaks zu den Camps transportiert werde. Laut Berichten aus China kostet eine Basisstation in dieser Höhe etwa 1 Million Yuan (ca. 130.000 Euro), ein Vielfaches einer Bodenstation. 

Mit der Aktion will China Mobile Telecom laut Berichten wohl das 20-jährige Bestehen feiern und plant sogar, auch am Gipfel eine Antenne für den 5G-Empfang zu errichten.

Dabei geht es Huawei zu Folge nicht nur um die Kommunikation von Bergsteigern untereinander und mit der Außenwelt. Das Unternehmen, das mit besonders kleinen und widerstandsfähigen Antennen zum Erfolg des Projekts beitragen möchte, sieht durch 5G-Empfang am Everest große Fortschritte für die wissenschaftliche und meteorologische Datenerhebung am höchsten Berg der Erde. 

10 Kommentare

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Nose

5 G am Everest find ich super. Es wird auch Zeit eine Zugverbindung zum Gipfel zu bauen. Im Gipfelbereich sollte wenigstens ein Hubschrauber Landeplatz, nur aus Sicherheitsgründen, vorhanden sein. Eine kleine Starbucks Filiale mit integriertem Yogabereich ist meiner Meinung nach auch nicht zu viel verlangt und wenn dann noch ein Sportgeschäft eine Filiale dort eröffnen würde, tja dann würd ich mir auch glatt noch eine kleine Spende an irgendeine Sherpahilfe durch den Kopf gehen lassen. Aber soll 5G nicht sehr gesundheitsschädigend sein? Das könnte man ja dann durch einen Basecamp Wellnessbereich mit Ayurveda Ölen kompensieren. Ich bin hoffnungsvoll und dankbar für all die innovativen Köpfe auf diesem Planeten. Jetzt zünd ich noch ein Räucherstäbchen unter meinen tibetischen Gebetsfahnen auf dem Balkon an und fühl mich richtig super. Namaste. Berg Heil. Glück auf. Gute Nacht.

Pit

Den Aufwand hätte man sich sparen können - dieses Jahr ist ja - dank Corona und den von unseren weitsichtigen Politclowns getroffenen Einschränkungen - touristisch sowieso so gut wie gelaufen und ab kommendem Jahr beglücken uns doch die X-tausend Starlinksatelliten des großen Visionärs und Wohltäters Elon Musk weltweit mit 5G-Mikowellenstrahlung aus dem Orbit.

Bergfreund

@ Bettina:

wahre Worte! Dem kann ich nichts hinzufügen. 4G, 3G oder Edge, Deppenzepter und der Zugang zu zahlreichen, sinnfreien Social-Apps gibt es auch im europäischen Alpenraum.

Bettina Fritsch auf unserer Facebook-Seite

Die Menschheit ist einfach nur dämlich. Wir haben das Aussterben verdient.

Thorsten Rauch auf unserer Facebook-Seite

Und in Deutschland gibt's immer noch Landstriche wos maximal edge gibt.

Nicoel Ohnmacht auf unserer Facebook-Seite

"First World Problems", obwohl ich mir nicht sicher bin, ob man das dort so nennen kann. Netflix bei Schlechtwetterfront, oder wie?

Gabriele Dietz auf unserer Facebook-Seite

So cool wie die Eröffnung der BER. Wer braucht das?

Christine Schreiber auf unserer Facebook-Seite

So an Quatsch! Der Berg wird sich die Ruhe irgendwann wieder zurück holen. Wenn man den Berg macht sollte man einfach den Augenblick genießen! Namaste.

Harald von Szerbenhauffen auf unserer Facebook-Seite

Die Everestbesteigung ist ja schon seit einigen Jahrzehnten ein Spektakel, das wenig mit Bergsteigen zu tun hat... endlose Schlangen an wohlhabenden Gipfelsammlern ruckeln, in ihre Sauerstoffmasken keuchend, am Fixseil zum verstopften Gipfelgrat hoch. Also, ob da etwas schnellerer Mobilempfang jetzt das große ethische Problem ist...

Thilo Peter Hahn auf unserer Facebook-Seite

Klasse. Da kann man vor dem Aufbruch noch das Tutorial zum Höhenbergsteigen anschauen. Es gilt keine Zeit zu verlieren nach der Ankunft mit dem Hubschrauber.