Zum insgesamt 27. Mal wurden Alpinisten für ihre sportlichen Leistungen mit einem "goldenen Eispickel" geehrt.

Zur diesjährigen Ausgabe der Piolets d'Or gab's eine kleine Revolution. Denn erstmals in der langen und traditionsreichen Geschichte dieser Veranstaltung wurden die "goldenen Eispickel" nicht in Chamonix überreicht, sondern in Polen, genauer gesagt in Ladek im Rahmen des dort vom 20. bis 23. September stattfindenden "Mountain Festivals". 

Packt gerne und oft die Flöte aus: Sean Villanueva.

| © facebook.com/lespioletsdor

Die Auswahlkriterien für die Auszeichnung wurden nicht geändert: Geehrt werden Alpinisten, die mit ihren Neutouren an den Bergen der Welt für Aufsehen sorgen konnten. Stil, Technik, Schwierigkeit der Begehung sowie Respekt für Umwelt und den Bewohnern gegenüber sind einige der Kriterien, die auch in diesem Jahr von der internationalen Jury zur Beurteilung herangezogen wurden.

Insgesamt durften sich die Mitglieder dreier Expeditions-Teams über einen Piolet d'Or freuen. Die beiden Tschechen Marek Holecek und Zdenek Hák wurden für ihr Route "Satisfaction" am Gasherbrum I (8080m) ausgezeichnet, die erstmals durch die komplette Südwestwand des Karakorum-Achttausenders führt. 

Himalaya-Legende Chris Bonington bei der Verleihung der goldenen Eispickel an Frédéric Degoulet, Benjamin Guiguonnet und Hélias Millerioux.

Auch Kenro Nakajima und Kazuya Hiraide erhielten jeweils einen der begehrten Alpinismus-"Oscars". Den beiden Japanern war am Shispare, einem Siebentausender in Pakistan, die erste Durchsteigung der Nordost-Flanke gelungen. 

Frédéric Degoulet, Benjamin Guiguonnet und Hélias Millerioux komplettierten in diesem Jahr das Siegertrio. Die drei Franzosen konnten die Jury mit ihrer Begehung der Südwand des Nuptse Northwest (7742m) im Khumbu-Himalaya überzeugen.

Deutsche Alpinisten - in diesem Jahr standen mit Jost Kobusch, Frieder Wittmann, Michael Rinn sowie Thomas und Alexander Huber immerhin fünf auf der Auswahlliste - gingen hingegen leer aus.

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