Am vergangenen Samstag waren drei Männer von der Oberzalimhütte (1889m) zu einer Bergtour auf den Panüelerkopf (2859m) - den zweithöchsten Berg im Rätikon - aufgebrochen.
Die kleine Gruppe befand sich gerade im oberen Teil des bekannten "Straußsteigs", als sie ein Schneebrett auslösten. Daraufhin wurden alle drei Männer von den in Bewegung geratenen Schneemassen erfasst und mitgerissen.
Während es zwei Bergsteigern gelang, mit Hilfe ihrer Eispickel zum Stehen zu kommen, wurde ihr Begleiter von der Lawine über eine Felskante gespült, von wo der 38-Jährige rund 300 Meter in die Tiefe stürzte.
Über fünf Stunden lang hatte die sofort alarmierten Rettungsmannschaften zunächst erfolglos nach dem verunglückten Familenvater gesucht, ehe sein Leichnam in einer Felsrinne entdeckt und geborgen werden konnte.
Aufgrund starken Windes, dichten Nebels und hereinbrechender Dunkelheit musste der Abtransport des Unfallopfers allerdings auf den darauffolgenden Tag verschoben werden.

45-Jähriger stürzte von Klettersteig
Die schlechten Tourenbedingungen wären beinahe auch einem 45-jährigen Deutschen zum tödlichen Verhängnis geworden, der am Freitag auf dem Übungsklettersteig "Kleine Scharte" in Bad Hofgastein im Pongau unterwegs gewesen war.
Der Mann hatte sich - trotz Neuschnees, Nebel und Minusgraden - dazu entschlossen, in eine mit Schwierigkeitsgrad D/E bewertete Variante einzusteigen.
Als er an der Schlüsselstelle nicht mehr weiter kam, hängte er beide Karabiner aus dem Sicherungsseil aus, um daraufhin ungesichert zum Übungsklettersteig zu queren.
Bei der Traversierung verlor der Mann den Halt und stürzte zunächst 50 Meter senkrecht in die Tiefe, später dann noch rund 100 Meter über felsdurchsetztes Steilgelände.
Zwei Klettersteiggeher hatten den Absturz des 45-Jährigen mitverfolgt und sofort die Bergrettung alarmiert. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen an der Wirbelsäule und am Bein in das Unfallkrankenhaus nach Schwarzach gebracht.
Christian Berger, Einstatzleiter der Bergrettung Bad Hofgastein: "Der Mann ist zuerst auf seinem Rucksack aufgeprallt, das dürfte ihn vor noch schweren Verletzungen geschützt haben. Außerdem war der Felsen und der Boden nicht gefroren. Er rutschte die gesamte Klettersteiglänge über den Neuschnee hinunter."

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