Was sollte in der nächsten Hüttensaison besser laufen? Hier das Ergebnis unserer Umfrage.

Die Corona-Pandemie stellte in diesem Sommer auch den alpinen Wirtschaftsraum auf eine harte Probe. Nach dem kompletten Lockdown im Frühjahr folgte ein später und verhaltener Saisonstart und schließlich eine wahre Welle von Bergurlaubern.

Allerdings konnte nicht jeder Hüttenwirt von dem massiven Run auf die heimische Bergwelt profitieren. Zu den "Corona-Verlierern" zählten insbesondere kleinere Schutzhütten in höheren Lagen, die in der Regel wenig bis gar nicht von Tagesgästen frequentiert werden. Mit einer Auslastung von 40 Prozent und weniger lassen sich keine Rücklagen bilden oder gar neue Investitionen tätigen.

Da mag es kaum verwundern, wenn auf so mancher Schutzhütte voll Sorge in Richtung Bergsommer 2021 geblickt wird.

Das Ergebnis unserer Kontrovers-Umfrage

Wir haben euch gefragt: Wie könnte die Lage der Hütten bei unveränderter Situation im kommenden Sommer entschärft werden? Sollte man Hüttenpächter*innen finanziell besonders unterstützen? Oder sollten die Alpenvereine darauf drängen, dass Hütten andere Vorgaben erhalten als Hotels im Tal?

Antwort A: Die Alpenvereine sollten bei der Politik noch stärker auf die besondere Situation der Hüttenpächter*innen hinweisen und darauf drängen, dass Berghütten andere Corona-Auflagen erhalten als Gastronomie und Hotellerie im Tal. [51,35%]

Antwort B: Warum sollte man Berghütten und ihre Pächter*innen bevorzugt behandeln? Ihnen stehen die gleichen Hilfsmaßnahmen zu wie allen anderen Unternehmern. Und die Regeln sollten für die gesamte Gastronomie und Hotellerie gleich sein! [48,65%]

Hier einige ausgewählte, redigierte User-Stimmen:

Patrick: Ich war auf vielen Hütten. Da wo die Regeln für den Wirt von Vorteil waen, da wurde sich an Regeln gehalten. Bei Lagerbelegung und im Speisesaal/Terrasse, da hat es kaum einen interessiert. Ein Beispiel-Sommer der Doppelmoral...und jetzt die Hand aufhalten wollen.

Stefan: Berhütten "funktionieren" anders als Hotels; die Einhaltung der Corona-Vorgaben ist eine erhebliche Belastung, die existenzgefährdend ist; um fuktionierende Hütten in den Bergen aufrecht zu erhalten, ist eine besondere Hilfe berechtigt und notwendig.

Berglerin: Die Hütten sollten kleiner werden oder wenigstens nicht mehr größer, dann gibt es weniger Gedränge und gleichzeitig auch weniger Menschen in den Bergen. Hygieneprobleme gab es doch schon länger: Stichwort Bettwanzen. Was spricht eigentlich dagegen, Massenlager endlich zu verkleinern, Decken regelmäßig zu waschen und auch sonst Seife etc. zur Verfügung zu stellen. Das Ganze war doch teilweise vor Corona schon eine Zumutung.

Anonymer User: Ich habe dieses Jahr mit meiner Familie eine zehntägige Hüttenwanderung gemacht und habe mich immer am wohlsten fühlen können, wenn konsequent Hygienebestimmungen eingehalten wurden. Dann bekommen die Wanderer auch wieder den Mut, auf Hütten zu übernachten.

Die gesammelten User-Kommentare zu unserer Kontrovers-Umfrage findet ihr hier.