Sechs Werkzeuge für mehr Spaß in der Vertikale

Im Test: Das sind die besten Eisgeräte 2024

Früher war Eisklettern eher eine Sportart für wenige Extreme. Inzwischen ist man an gut zugänglichen, nicht zu schweren Eisfällen selten allein und die Eiskletterkurse sind schnell ausgebucht. Wir haben uns die richtigen Werkzeuge für dieses Treiben näher angesehen und für euch getestet.

Im Test: Das sind die besten Eisgeräte 2024
© Birgit

Scharfe Teile für Eis und Fels

Eisgeräte sind quasi Pickel in kurz und für steiles Eis – also zum Eisklettern. Sie dienen dazu, den Händen im Eis Halt zu geben. Über die letzten Jahre haben sich die Geräte massiv verändert,

ALPIN hat sich sechs aktuelle Eisgeräte angesehen und ihre Features bewertet.

Eisgeräte im Test: Das ist neu

Inzwischen ist man nicht mehr wie lange üblich mit einer Handschlaufe mit dem Gerät verbunden ist. Das ermöglicht beispielsweise einen einfachen Handwechsel an den Geräten oder man kann auch ein Gerät mit beiden Händen greifen. 

Außerdem wird heutzutage nicht nur im Eis, sondern auch im Fels mit den Eisgeräten geklettert: das sogenannte Drytooling oder Mixedklettern. Auch dafür braucht es spezielle Ausrüstung (und Techniken). 

Die Hauen müssen steiler stehen als beim Eisklettern, um an Hooks (Mini-Leisten im Fels) besser zu halten. Bei einigen Eisgeräten lässt sich daher der Winkel der Haue verändern, vom Eis-Modus in den Mixed- oder Dry-Modus. Diese Möglichkeit weisen die Geräte von Camp (X-Dream) und Austrialpin (K.ICE.R) auf.

Entscheidungsfaktor "Zug"

Ein entscheidender Faktor bei Eisgeräten ist der sogenannte "Zug". Damit wird beschrieben, wie das Eisgerät ins Eis eindringt. Dazu ist ein gewisses Gewicht notwendig. Hier die optimale Balance zwischen "möglichst leicht" und "genug Gewicht für einen guten Zug" zu finden, ist eine Kunst.

Außerdem kommt es darauf an

An den Geräten von Petzl (Nomic) und Edelrid (Rage) kann man an der Haue Gewichte montieren oder entfernen, je nach Eisqualität und Vorliebe. Neben dem Gewicht sind die Form und die Schärfe der Haue entscheidend. 

Eisgeräte im Test: Fazit

In unserem Praxistest hat sich recht klar gezeigt: Das Finish und die Form der Hauenspitze sind entscheidender für die Funktion des Eisgeräts als die grundsätzliche Auslegung. Das Gute: Die Form und Beschaffenheit der Spitze der Haue kann (bzw. muss) man eh mit der Feile immer wieder überarbeiten. 

Wer hier etwas Erfahrung sammelt, kann sein Eisgerät auch nach seinen Vorlieben und Bedürfnissen anfeilen. Damit steht einem quasi offen, für welches Eisgerät man sich entscheidet.

Hier findet ihr unseren Test mit den sechs scharfen Werkzeugen für Eis und Fels:

Text von Olaf Perwitzschky

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