Ein klangvoller Name, ein bezauberndes Tal und ein nicht allzu schwerer Klettersteig inmitten der Silvrettagruppe. Eine Genusstour für alle Sinne!

Madrisella – allein der Name könnte einer italienischen Oper entlehnt sein. Die Schöne thront am Ende des saftig grünen Novatals im Montafon. An der Nordwestseite des Berges wurde der Klettersteig eingerichtet. 

Blick übers saftig-grüne Novatal auf die Madrisella.

| © Vreni Wingelmayr

Aus dem Steig wandert der Blick vom blumenüberzogenen Talboden über steile Hänge hinauf zu den gletscherüberzogenen Bergspitzen der Silvretta und Graubündens. An besonders schönen Plätzen wurden kleine Sitzgelegenheiten geschaffen. 

Sie laden zum Verweilen ein, den Durst zu löschen oder etwas Süßes zu naschen. Die senkrechten Steilwände wurden mit Klammern entschärft. Eng an die Wand geschmiegt, tritt man vorsichtig von Klammer zu Klammer und blickt bis zu 120 Meter in Tiefe. 

Vom Gipfel der Madrisella (2466 m) schaut man hinüber zu den wilden Zacken des Verwall und auf die Seehörner bis hin zum Fluchthorn, auf kleine Seen und bunte Wiesen. Auch der Abstieg ist ein Genuss. 

Er führt über einen breiten Rücken über den Versettla- Gipfel (2372 m) und Richtung Burg (2247 m) zurück zur Bergstation – eine wunderbare Rundtour. Der mittelschwere Klettersteig ist mit drei Stunden angegeben, aber für die Schöne sollte man sich Zeit nehmen. Viel Zeit.

Fotogalerie - Wir führen euch Schritt für Schritt durch den Madrisella Klettersteig:

ALPIN Info & Tour

Madrisella, 2466 m

Der Klettersteig an der Madrisella ist ein Gusto-Stückerl, wie man es sich wünscht. 

Die Versettla Bahn verkürzt Zu- und Abstieg, dann geht es über sanfte Wiesen – den klettersteigtragenden Sporn stets im Blick – zum Einstieg. Mit Abstieg über die Versettla eine grandiose Runde.

Blau-weiße Markierungen und Steinmännchen markieren den Weg über Almwiesen zum Einstieg.

| © Vreni Wingelmayr
  • Klettersteig, mittel, C/D

  • Dauer: 5 Std.

  • Höhenmeter: 450 Höhenmeter im Auf- und Abstieg

  • Beste Zeit: Juli bis Oktober

  • Talort: Talstation Versettla Bahn, Seilbahnstraße, A-6793 Gaschurn; Parkplätze direkt an der Bahn.

  • Ausgangspunkt: Talstation Versettla Bahn, 980 m.

  • Info: Silvretta Montafon Holding GmbH, Silvrettaplatz 1, A-6780 Schruns, Tel. +43 5557 6300, montafon.at

  • Anreise: Mit dem Zug (oebb.at) nach Bludenz. Mit der Montafonerbahn (montafonerbahn.at) bis nach Schruns. Der Bus (L85) fährt vom Schrunser Bahnhof bis zur Talstation Versettla Bahn. Mit dem Auto nach Bludenz. Die B188 führt über Schruns nach Garschurn zur Talstation der Versettla Bahn.

  • Gehzeiten: Versettla Bergstation – Alpe Nova – Klettersteigeinstieg 1 Std., Einstieg – Klettersteig Madrisella – Madrisella 3 Std., Abstieg – Versettla – Burg Steig – Alpe Nova Bergstation 1¼ Std.

  • Bergbahn: Versettla Bahn, Ende Juni bis Mitte Oktober (erste Bergfahrt 8.30 Uhr, letzte Talfahrt 17.00 Uhr), Tel. +43 5557 6300, montafon.at

  • Einkehr: Alpe Nova, 1739 m, bew. Mitte Juni bis Anfang September, Tel. +43 5557 6862.

  • Literatur: Axel Jentzsch-Rabl, Andreas Jentzsch, Dieter Wissekal: Klettersteigführer Österreich, Alpinverlag, 2019.

  • Karte: AV-Karte, 1:50.000, Blatt 28, Verwallgruppe.

  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung.

Route: Die Schotterstraße führt von der Bergstation Versettla (2010 m) bergab zur Alpe Nova (1739 m). Taleinwärts führt die immer schmäler werdende Schotterstraße direkt zur Madrisella. Beim kleinen Serressee pausieren und Klettersteigausrüstung anlegen, dann links den blau-weißen Markierungen und Steinmännchen zum Einstieg folgen. 

Der Einstieg ist mit einer großen silbernen Tafel markiert. Vertikal führt die erste Passage am Stahlseil und an Klammern in die Sonne. Entlang der Route gibt es immer wieder kleine Rastplätze mit Sitzgelegenheit. 

Am Ende des Klettersteigs führt ein blau-weiß markierter Wanderweg (ca. 10 Min.) die letzten Höhenmeter zum Madrisella- Gipfel (2466 m). Ein wunderschöner Wanderweg führt dann nördlich über den Versettla-Gipfel (2372 m) und vorbei am Burg-Gipfel (2247 m) zurück zur Bergstation Versettla.

1 Kommentar

Kommentar schreiben
manfredbuhmann

Was soll der Start mit einer Bergbahn?