Die 22-jährige Sportkletterin ist nicht nur die erste Frau, sondern auch die erste Person mit US-Staatsbürgerschaft, der die freie Begehung der extremen Route am Eiger gelingt.

Über 30 Routen ziehen sich inzwischen durch die Nordwand des Eiger. Als eine der schwierigsten gilt immer noch "Magic Mushroom" (7c+), jene von Roger Schäli und Christoph Hainz im Jahr 2007 eröffnete Linie, die auf einem - der eigentlichen Eigerwand vorgeschobenen - pilzförmigen Felspfeiler endet.

Die Liste der Wiederholer, die sich erfolgreich an "Magic Mushroom" versucht haben, ist recht überschaubar. Und eine Frau zählte bis zu diesem August überhaupt nicht dazu.

 Sasha DiGiulian hat dies nun geändert. Zusammen mit ihrem Seilpartner Carlo Traversi gelang der zierlichen Amerikanerin innerhalb von vier Tagen die freie Begehung der 20 Seillängen von "Mushroom".

Eine Leistung, die in Anbetracht von DiGiulians sportlichem "Background" umso mehr Respekt verdient. Denn die 22-jährige Studentin aus Virginia hatte in den vergangenen Jahren fast ausschließlich als klassische Wettkampf- und Sportkletterin von sich Reden gemacht. Alpines Terrain mied die Adidas-Athletin bis vor kurzem noch.

Entsprechend groß ist der Stolz bei der Amerikanerin auf das Erreichte. "Ich habe in meinem Leben noch nie härter an irgendetwas gearbeitet. Bin völlig fertig und kann nicht glauben, dass das wahr ist. Wir haben es geschafft", so DiGiulian am 29. August in einem Post auf ihrer Facebook-Seite.

US-Flagge am Eiger: Sasha DiGiulian klettert "Magic Mushroom".
US-Flagge am Eiger: Sasha DiGiulian und Carlo Traversi klettern "Magic Mushroom". | © facebook.com/sashadigiulian

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