Nach fünf Jahren Vorbereitung und intensiven Verhandlungen steht nun fest: Die Großglockner Hochalpenstraße steht ab sofort unter Denkmalschutz. Damit fiel gleichzeitig der offizielle Startschuss für die Beantragung des Welterbe-Prädikates.

Aufgrund der außerordentlichen Situation, Größe und Ausbreitung der "Glocknerstraße" im Hochgebirge - über 100 Brücken und Hochbauten im alpinen Bereich - wurden erstmals in der österreichischen Geschichte "Gemeinsame Ziele für die weitere denkmalgerechte Erhaltung der Großglockner Hochalpenstraße" festgeschrieben.

Startschuss für Welterbe-Prädikat

Damit wurde auch die Voraussetzung geschaffen, sich für die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe zu bewerben. "Der heutige Tag ist damit auch der offizielle Startschuss für die Beantragung des Welterbe-Prädikates für die Großglockner Hochalpenstraße!" so Landeshauptmann Wilfried Haslauer gegenüber dem Onlineportal www.grossglockner.at.

Großglockner
Der höchste Berg Österreichs und namensgebend für die Hochalpenstraße: der Großglockner. | © Picture Alliance

Die UNESCO-Kommission in Österreich sowie die beiden beteiligten Länder Kärnten und Salzburg haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Derzeit wird das entsprechende Antrags-Dossier erstellt. Dieses wird voraussichtlich Ende 2016 der UNESCO in Paris offiziell übergeben.

Tourismusattraktion in Österreich

Kurt Luger, UNESCO-Lehrstuhlinhaber "Kulturelles Erbe und Tourismus", hofft auf einen regelrechten Welterbetourismus - besonders aus asiatischen Länder, aber auch innerhalb Europas. Schon jetzt ist die Großglockner Hochalpenstraße eine der wichtigsten Tourismusattraktionen in Österreich: Zwischen 800.000 und 900.000 Besucher reisen in den Sommermonaten an.

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