Dass er ein richtiger Kämpfer ist, hat der Trailrunning-Star Kilian Jornet schon oft genug bewiesen. Doch so ein Finish wie beim ISMF-Weltcup der Skibergsteiger am 18. Januar in Verbier hat der Katalane wohl noch bei keinem Wettkampf gezeigt. Mit einem Hechtsprung über die Ziellinie verteidigte Jornet die Führung vor dem gleichauf laufenden Matheo Jaquemoud. Seine Freude über den spektakulären Sieg sollte allerdings nur von kurzer Dauer sein.

Körper-Finish: Kilian Jornet bei seinem spektakulären Zieleinlauf am 18.01.2014 in Verbier (Foto: Christian Gamsjäger / Askimo).

Körper-Finish: Kilian Jornet bei seinem spektakulären Zieleinlauf am 18.01.2014 in Verbier (Foto: Christian Gamsjäger / Askimo).

Jornet wurde der erste Platz wenig später wieder aberkannt, da laut Reglement der International Ski Mountaineering Federation (ISMF) das Tragen der Ski während eines Rennens nur in extra dafür ausgewiesenen Passagen erlaubt ist. Trotz einer Zeitstrafe von 15 Sekunden sollte es für den 26-Jährigen noch für einen Platz auf dem Podest reichen - wenn auch "nur" für den 3.

Wie ist es eigentlich zu dieser Szene gekommen? Mit einem Vorsprung von über 10 Sekunden auf Matheo Jaquemoud sah der Spanier kurz vor dem Ziel schon wie der sichere Sieger aus.

Doch die Verwirbelungen eines TV-Hubschraubers hatten frischen Schnee in die Spur geweht und dafür gesorgt, dass der Grip von Jornets Fellen verloren ging. Als der zweitplatzierte Franzose immer näher kam, schnallte Jornet kurzerhand sein Ski ab und sprintete mit den Skistiefeln dem Ziel entgegen.

Der Berglauf-Star sorgt immer wieder für Schlagzeilen. So war der Katalane im verganenen Jahr in Redkordzeit auf Matterhorn und Mont Blanc gesprintet ; musste aber wenig später einen Rekordversuch am Elbrus abbrechen.