
Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die beiden an der Grandes Jorasses in Bergnot geratenen Alpinisten sind tot. Rettungsmannschaften konnten nur noch die Leichen der beiden Franzosen bergen. Laut Spiegel Online wurden die leblosen Körper von Olivier Sourza und Charlotte Demetz in der Nähe eines Grates, nur 150 Meter unterhalb des Gipfels des Pointe Walker (4208 m) entdeckt. Da bei den Leichen zwar Kocher und Trinkflaschen gefunden wurden, aber nicht ihre Schlafsäcke, gehen die Behörden davon aus, dass Sourza und Demetz bei einem Abstiegsversuch ums Leben gekommen sind.
Am vergangen Mittwoch war Olivier Sourzac mit seinem Gast von der französichen Seite her zu einer Tour auf den Pointe Walker (4208 m), dem höchsten Gipfel der Grandes Jorasses Gruppe, aufgebrochen. Das eingespielte Duo, das gemeinsam schon mehere schwierige Bergtouren gemeistert hatte, stieg über die “Linceul”-Route auf.
Neuesten Medienberichten zufolge hatten Sourzac und Demetz bereits den Gipfel des Pointe Walker erreicht, als sie von der Schlechtwetterfront überrascht wurden. Bergführer Sourzac entschied, in einem Schneeloch mit seinem Gast auf Wetterbesserung zu warten. Wenig später informierte der erfahrene Bergführer über sein Handy jedoch die Bergrettung und bat um Hilfe.
Erste Versuche die beiden in Not geratenen Alpinisten per Helikopter zu bergen scheiterten an starkem Nebel und heftigem Schneesturm. Bis Montag bemühten sich italienische und französiche Bergungsmannschaften in immer neuen Anläufen, Olivier Sourzac und Charlotte Demetz zu Hilfe zu kommen. Vergeblich.
Wie der Chef der Bergrettung von Courmayeur, Oscar Taiola, erklärte, riskiere man "bei diesen Himalaja-Bedingungen am Ende das Leben der Rettungsmannschaften." Der Telefonkontakt zu Olivier Sourzac war bereit am Freitag abgebrochen.
Sein Bruder Bruno hatte sich vor ein paar Tagen noch optimistisch gezeigt: "Wenn sie sich in einem gegrabenen Schneeloch befinden, haben sie eine Temperatur von um die Null Grad, was selbst einige Tage noch erträglich ist."

