Außerdem: Kommerzielle Expedition sorgt für Aufsehen

Klettersaison in Pakistan: David Göttler wagt weiteren Versuch am Nanga Parbat

Die Saison an Pakistans höchsten Bergen hat begonnen: Während David Göttler einen neuen Anlauf am Nanga Parbat wagt, planen seine Teamkameraden die erste Skiabfahrt durch die Rupalwand. Auch ein kommerzieller Anbieter sorgt für Aufsehen.

Klettersaison in Pakistan: David Göttler wagt weiteren Versuch am Nanga Parbat
© David Göttler

David Göttler wagt weiteren Versuch am Nanga Parbat

Wie das englischsprachige Portal explorersweb.com vermeldet, plant der deutsche Höhenbergsteiger und Alpinist David Göttler einen neuen Versuch am Nanga Parbat. Gemeinsam mit Typhaine Duperier und Boris Langenstein will der ALPIN-Kolumnist die 4600 Meter hohe Rupalwand durchsteigen. Während Göttler mit dem Gleitschirm vom höchsten Punkt starten will, wollen Duperier und Langenstein die Wand erstmals mit Ski befahren. Das Team befindet sich nach Akklimatisationstouren derzeit auf dem Weg zum Basecamp.

Infografik
© Instagram/David Göttler

Denis Urubko und Maria Cardell am Nanga Parbat

Auch Denis Urubko und seine Lebensgefährtin Maria Cardell befinden sich auf dem Weg zum Basislager. Am 11. Juni bestieg die Seilschaft ihren letzten Akklimatisierungsgipfel, wofür die beiden an nur einem Tag 4000 Höhenmeter bewältigten. Nun ziehen sie weiter zum Nanga Parbat, um ihr Hauptziel zu erreichen: eine neue Route durch die Diamir-Wand.

Die letzten Bergsteiger, die eine neue Route auf einen pakistanischen 8000er eröffnen wollten, waren die Japaner Kazuya Hiraide und Kenro Nakajima. Nach jahrelanger Vorbereitung waren die Piolet-d'Or-Preisträger 2024 in die Westwand des K2 eingestiegen, wo sie ums Leben kamen.

Fünf Achttausender in neun Wochen

Auch der kommerzielle Anbieter 14 Peaks Expedition plant ein Projekt in Pakistan: Innerhalb von neun Wochen sollen die Kunden alle fünf Achttausender des Landes erreichen. Vorbild sind die Expeditionen von Nirmal Purjas und Kristin Harilas (umstrittenen) Rekordbesteigungen: Mit Flaschensauerstoff ausgestattete Sherpa-Teams sollen die Routen vorab sichern. Anschließend werden die Kunden per Helikopter für Kosten von ca. 20.000 Dollar pro Flug von Berg zu Berg geflogen, wo Guides sie zum jeweiligen Gipfel begleiten.

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