Wanderer kam abseits der Wege nicht mehr weiter

Bergrettung im Einsatz: Tourist bei Dunkelheit am Feldberg gerettet

Am Freitagabend (24. Januar 2025) rückten 25 Bergretter der Bergwacht Schwarzwald am Feldberg aus, um einen Touristen aus steilem Gelände zu retten. Der Wanderer aus Hessen hatte die markierten Wege zwischen Seebuck und Feldsee verlassen und war in einem gefährlich steilen und vereisten Abschnitt gestrandet. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war eine Rettung per Helikopter unsicher.

Besprechung der Bergwacht im Rahmen des Einsatzes am Feldberg.
© Bergwacht Schwarzwald

Der Schwarzwald ist das größte zusammenhängende Mittelgebirge Deutschlands. Mit dem 1493 Meter hohen Feldberg findet sich dort gleichzeitig der höchste deutsche Mittelgebirgsgipfel. 

Der unmittelbar benachbarte Seebuck ist eine 1449 Meter hohe Erhebung und gilt als zweithöchster Gipfel im Schwarzwald. Das Gelände vom Seebuck hinab zum Feldsee (1109 m) ist steil und im Winter mitunter lawinengefährdet. 

<p>Feldberg und Seebuck sind das Zentrum des Wintersports im Schwarzwald. SYMBOLBILD, das keine aktuellen Verhältnisse zeigt.</p>

Feldberg und Seebuck sind das Zentrum des Wintersports im Schwarzwald. SYMBOLBILD, das keine aktuellen Verhältnisse zeigt.

© picture alliance / Eibner-Pressefoto

25 Bergretter im Einsatz am Seebuck

Am Freitag, den 24. Januar, verließ ein Wanderer aus Hessen zwischen Seebuck und Feldsee die markierten Wanderwege und kam im sehr steilen, verschneiten und vereisten Gelände unterhalb der Seebuckwechte nicht mehr weiter.

Die um 16:30 Uhr alarmierte Bergwacht lokalisierte den Wanderer schnell und sicherte ihn im Gelände. Angesichts der Herausforderungen entschieden sich die Einsatzkräfte für eine kombinierte Rettungsaktion: Sie alarmierten einen Hubschrauber mit Rettungswinde und bereiteten gleichzeitig eine bodengebundene Rettung vor.

<p> Bodengebundene Rettung: Die Bergwacht Schwarzwald im Einsatz am Seebuck.</p>

Bodengebundene Rettung: Die Bergwacht Schwarzwald im Einsatz am Seebuck.

© Bergwacht Schwarzwald

Mit Steigeisen, Seilen und Schneeschuhen ausgestattet, gelang es den 25 Bergrettern schließlich, den Wanderer sicher zu retten. Unterstützt wurden sie dabei von der schweizerischen Rettungsflugwacht Rega, die einen Hubschrauber mit Rettungswinde bei Dunkelheit einsetzte.

"Eine sogenannte Nachtwinde, also der Einsatz des Hubschraubers mit Rettungswinde bei Dunkelheit, ist ein hochkomplexes Rettungsverfahren, das nur mit erfahrenen und speziell geschulten Einsatzkräften möglich ist. Gleichzeitig hat der Einsatz über vier Stunden viel Personal und Material gebunden. Wir sind deshalb froh, dass der Patient unverletzt und sicher aus seiner misslichen Lage befreit werden und der Einsatz gegen 21:00 Uhr erfolgreich beendet werden konnte", kommentierte Bergwacht-Einsatzleiter Adrian Probst. 

Der gesamte Einsatz wurde von der Bergrettungswache Feldberg koordiniert, die derzeit den Betrieb aufnimmt und im April offiziell eröffnet werden soll. Beteiligt waren neben der Bergwacht auch die schweizerische Rettungsflugwacht Rega, die Polizei und die Feldbergbahnen mit Pistenraupen zur Unterstützung des Transports.

Die Bergwacht appelliert an Wanderer, insbesondere in anspruchsvollen Gebieten wie dem Schwarzwald, markierte Wege nicht zu verlassen. Bei Problemen im Gelände sollte umgehend die Bergwacht alarmiert werden, um solche Rettungseinsätze zu vermeiden.

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