Das zurückliegende Wochenende brachte in vielen Regionen der Alpen bestes Bergwetter. Viele Menschen waren unterwegs. Dabei kam es auch zu einigen tödlichen Unfällen.

Erschütterung hat der Tod einer 35-jährigen Kletterin in der Südtiroler Gemeinde Vahrn ausgelöst. Die im Ort bekannte und beliebte junge Frau, die bei der Gemeinde angestellt war, stürzte am Samstagvormittag beim Klettern an der Burgstallkante am Schlern (2.563 m) tödlich ab. 

Medienberichten zu Folge sei die Frau auf etwa 2.400 Metern Höhe zunächst ins Seil gestürzt. Dieses sei dann gerissen, woraufhin die Kletterin 200 Meter in die Tiefe fiel. Ihr 48-jähriger Seilpartner, der die Rettungskräfte verständigt hatte, wurde mit einem Schock aus der Wand geholt.

Auf der Facebookseite Gemeindezeitung Vahrn Info findet sich dieser Post:

?? Die Berge waren deine Leidenschaft, der Ort an dem du glücklich warst. Gestern musstest du dort auf einer Klettertour...

Gepostet von Vahrn INFO Online am Samstag, 12. September 2020

Ebenso in Südtirol verunglückte ein 54-Jähriger am Sonntag. Der Pustertaler, der u.a. von seiner Ehefrau begleitet wurde, stürzte unterhalb des Hochgall (3.436 m) 150 Meter tief und konnte von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden.

Bereits am Freitag kam es in den Allgäuer Alpen nahe Oberstdorf zu einem tödlichen Bergunfall. Ein 57-jähriger Baden-Würtemberger stürzte am Vormittag im Abstieg vom Großen Wilden (2.379 m) im steilen Gelände und fiel etwa 80 Meter tief über Felsen und Schrofen. Der tote Alleingänger wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal geflogen.