Mehrere Freiwillige haben den Heilbronner Weg in den Allgäuer Alpen vom Schnee befreit. Der Steig ist nun wieder begehbar.

Der Heilbronner Weg in den Oberstdorfer Bergen war von Schnee bedeckt und dadurch nicht begehbar. Mehrere Freiwillige haben ihn nun einem Bericht der Allgäuer Zeitung (AZ) zu Folge in stundenlager Schaufelarbeit befreit und steile, schneebedeckte Abschnitte präpariert. Die Höhenroute ist wieder begehbar.

Namentlich genannt wurden in dem Bericht Andi Tauser, Bergführer und Chef der Alpinschule Oberstdorf, Rolf Maier von der Alpenvereinssektion Heilbronn, Boardercross-Nationaltrainer und Olympiateilnehmer David Speiser sowie Hüttenwirt Andi Greiner von der Rappenseehütte, die bei schlechtem Wetter geschaufelt haben wie die Weltmeister.

Wer den Heilbronner Weg begehen will, sollte schwindelfrei sein und über Erfahrung am Berg verfügen. Die Route ist die hochalpine Verbindung zwischen Rappensee- und Kemptner Hütte. "Orientierungssinn, Grödel oder Leichtsteigeisen sowie eventuell ein Pickel sind derzeit hilfreich", sagt Bergführer Tauser gegenüber der Allgäuer Zeitung.

Die Kemptner Hütte und die Rappenseehütte sind inzwischen geöffnet und bieten einen eingeschränkten Übernachtungsbetrieb an. Auch im Waltenbergerhaus, unterhalb der Bockkarscharte, kann wieder genächtigt werden. Auf allen Hütten muss die Übernachtung vorher online angemeldet werden.

3 Kommentare

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Holdrio

Ich kann den Kommentar von "Nose" verstehen. Wenn Wege von Restschneefeldern noch nicht frei sind, finde ich es nicht weiter schlimm so lange zu warten bis diese begehbar sind.

Alternativ kann man auch ein Altschneefeld queren, vorausgesetzt man weiß was man macht. Den Massen den Weg frei räumen birgt immer auch die Gefahr, dass sich viele nicht (ausreichend) mit dem Berg beschäftigen, was meiner Überzeugung nach grundvoraussetzung sein sollte.

Ich kann beide seiten verstehen. Die einen, die den unerfahrenen den Weg zur Hütte gerne frei machen sowie die anderen, die wissen, dass ohne Respekt zu den Bergen so mach einer lieber im Tal bleiben sollte.

Zum Glück gint es viele Touren ohne Bergbahn-Anschluss und ohne Schnee-schaufel-Service für den Saisonbeginn im Sommer. Und so kann jeder "seines" Weges gehen.

rex kramer

@Nose ... Ihr Kommentar ist eine unseelige Melange aus Snobismus, Selbstüberschätzung und Moralismus.

Welcher Schaden wird angerichtet, wenn der Heilbronner Weg gangbar gemacht wird? Wie übrigens auch z.B. die Höllentalklamm u.a...

Leute, die Exklusivität und Einsamkeit suchen, werden den Heilbronner Weg so oder so nicht gehen. Und wenn Sie ihn für sich haben wollen, dann können Sie es - ganz toller Hecht, der zu sein, Sie ja vorgeben - eine Winterbegehung abknipsen.

Wäre es Ihrer Einschätzung nach besser, wenn sich jeder Tourist seinen eigenen Weg sucht und bahnt?

DANK AN DIE FREIWILLIGEN für ihren Einsatz!

Nose

Klar verfolgen Hüttenwirte und Alpinschulen eben auch und berechtigter Weise kommerzielle Interessen. Aber trotzdem, was soll dass denn sein?
Da können sich ja obige Personen über den Klimawandel freuen, dann brauchen sie in Zukunft nicht mehr schaufeln.

Warum können wir die Berge und die Natur nicht einfach "so sein" lassen. Gerade deshalb gehen wir (zumindest ich) da hin, um mich mit den natürlichen Begebenheiten auseinander zu setzen. Das heißt für mich auch, dass ich ggf. mal mit der Tour noch warten muss oder eben auch wieder umkehre.

Nicht dass dies jetzt die Runde macht und auch der letzte Schnee/Eis an den 3000er oder 4000er weggeschaufelt wird, damit man barrierefrei zum Gipfel kommt, so ein Quatsch.