Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit hat die Alpinunfallstatistik für das Bergjahr 2019 vorgelegt.

Laut Bericht sind zwischen 01. Januar und 31. Dezember 2019 304 Menschen in den Österreichischen Alpen ums Leben gekommen. Das sind 33 Personen mehr als im Jahr 2018 und neun mehr als im 10-Jahresdurchschnitt.

Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit: Dr. Karl Gabl.

| © Imago / Eibner

85 Prozent der tödlich Verunglückten sind männlich, nur 15 Prozent weiblich. 

Wie in den Jahren zuvor stammt die Mehrzahl der im vergangenen Jahr in den Bergen der Alpenrepublik ums Leben gekommenen Personen aus Österreich (59%), gefolgt vom Nachbarland Deutschland (28%) und weiteren europäischen Ländern.

Das Bundesland Tirol nimmt nach wie vor den Spitzenplatz bei den Alpintoten (102) sowie den Verletzten (3.476) ein. Es folgen Salzburg mit 51 Toten, die Steiermark mit 43, Kärnten mit 36, Vorarlberg mit 31 und Niederösterreich mit 14 Toten.

Die meisten Unfalltoten waren Jahr 2019 bei der Bergsportdisziplin Wandern/Bergsteigen (107) zu beklagen, 26 Personen starben auf Skitour, 19 beim Klettern, 13 Personen beim Mountainbiking und nur vier Bergsportler auf Hochtour.

Etwa 27% der tödlich verunglückten Personen stirbt nicht beim Bergsport, sondern bei der Jagd, bei Forstarbeiten, mit Fahrzeugen auf Bergwegen oder durch Suizid im Gebirge. 

Der relativ hohe Anteil an tödlichen Forstunfällen mit 27 Toten (9%) im Jahr 2019 dürfte vermutlich, so das Kuratorium für Alpine Sicherheit, auf die vielen Forsteinsätze und Aufräumarbeiten der Sturmschäden vom November 2018 sowie den Schnee- und Lawinenschäden des äußerst schneereichen Winters 2018/19 zurückzuführen sein.

Zahl der Verletzten ebenfalls deutlich gestiegen!

Im Jahr 2019 sind 7.724 Verletzte in der Alpinunfalldatenbank zu verzeichnen; das sind etwa 300 Verletzte mehr als im Jahr 2018 und auch mehr als im 10-Jahresdurchschnitt (7.503).

Der Anteil der Unverletzten hat in den vergangenen 10 Jahren signifikant zugenommen und machte im Berichtsjahr rund ein Drittel aller Notrufe aus. 

Alpintote nach Alter.

| © Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit

Alpine Notrufe werden nicht nur bei Unfällen mit Toten und Verletzten abgesetzt, sondern auch von unverletzten Personen, die glauben, professionelle Hilfe zu benötigen.

Ausführliche Informationen zur Alpinunfallstatistik 2019 findet Ihr unter www.alpinesicherheit.at.

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