Abgebrochener "Rettungseinsatz" kann für die zwei Deutschen teuer werden.

Am 01. November waren die zwei Männer im Alter von 47 und 63 Jahren Medienberichten zufolge in die Route "Unterer Nordpfeiler" am "Totenköpfl" bei Ebensee eingestiegen. Das Duo erreichte jedoch erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit den Gipfelaufbau des 1600 Meter hohen Berges im Salzkammergut.

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Da sie nicht mehr weiterklettern konnten, entschieden sich die beiden Männer dazu, an Ort und Stelle, aber ohne entsprechende Ausrüstung zu biwakieren. Anderntags wollten sie über den "großen Totengraben" absteigen; eine Variante, von der allgemein abgeraten wird, da sie besonders bei Nässe extrem gefährlich sein kann. 

Nachdem die Kletterer am folgenden Morgen im schwierigen Gelände offensichtlich komplett die Orientierung verloren hatten, entschieden sie sich dazu, per Notruf die Bergrettung zu verständigen, um nach dem Weiterweg zu fragen. 

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Aufgrund der Situation und Ernsthaftigkeit des Terrains wurde von der Notruf-Leitstelle ein Polizeihubschrauber angefordert, um die beiden Kletterer, die zu ihrem Standort keine genauen Angaben machen konnten, zu lokalisieren. Nach einer gut zweitstündigen Suche entdeckten die Einsatzkräfte schließlich die zwei Deutschen.

"Telefonisch wurden sie zu einem circa 50 Meter entfernten Querband geleitet", so ein Polizist gegenüber tag24.de. An der Stelle sollten sie warten, bis sich ein Retter zu ihnen abgeseilt hätte. Doch "eine Taurettung mit dem Hubschrauber lehnten sie kategorisch ab", erklärt der Beamte. "Der Einsatz wurde daher von den Rettungskräften gegen 10 Uhr beendet."

Die Männer gelangten über das Band in leichteres Gelände und bestiegen - nach Polizeiangaben - noch den Feuerkogel (1592 m), ehe sie sich auf den Rückweg ins Tal machten. Über das Verhalten der Kletterer wird nun spekuliert. Womoglich befürchteten sie, für ihre "Rettung" kräftig in die Tasche greifen zu müssen. 

Das dürften sie jetzt vielleicht auch so. Denn auch bei einen abgebrochenen Einsatz enstünden natürlich Kosten, die verrechnet werden müssten, so Erich Bart, der Einsatzleiter der Bergrettung Ebensee gegenüber heute.at. Man habe aber keine Personalien der beiden Männer aufgenommen.

An dem rund dreistündigen Einsatz waren insgesamt 15 Mitglieder der Bergrettung Ebensee sowie die Mannschaft des Polizeihubschraubers Linz und ein Beamter der alpinen Einsatzgruppe der Polizei beteiligt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 2400 Euro.

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8 Kommentare

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Icke

- na , das ist ja wieder was für unsere Community. Lieber Kalli, ich denke die Polizei aus Österreich wird sich diesen Fall schon genauso gut annehmen wie Sie, jedoch nach "Ösi"recht UND wenn eine Anzeige durch die Bergwacht vorliegt und eine Straftat zu beweisen wäre.

Die Rettungsdienste verweisen immer wieder darauf:

"WER KANN DAS BEZAHLEN?"

"Es bleibt wie so oft die Frage nach den Kosten. Die BergretterInnen arbeiten ehrenamtlich....... Die Bergrettung empfiehlt neben den üblichen Vorsichtsmaßnahmen bei Unternehmungen im Gebirge, eine Versicherung abzuschließen. "

Ich selbst wäre nach dieser Tour zur zuständigen Rettungswacht gegangen, um die Situation zu klären , anbei natürlich mehr als nur einen Präsentkorb - - egal, was mich " das danach " kostet.

Überlassen wir das doch einfach den Verantwortlichen , was Recht ist und geht.




Thomas Spaenle auf Facebook

Hoffentlich müssen die den Einsatz aus eigener Tasche zahlen.

Christoph Schwager auf Facebook

Is besser sie stürzen ab bevor sie nachm Weg fragen???
Wenn sonst kein Empfang ist passt das doch.
Wenn dann die Leitstelle aber doch einen Heli anfordert...
Nachdenken hilft.

Beatrix Buchmann auf Facebook

Da kann man nur hoffen, das sie so unvorbereitet nicht mehr in die Berge gehen.

Ale Gria auf Facebook

Bitte den Artikel lesen, nicht nur die Überschrift, wenn man im schwierigen Gelände die Orientierung verloren hat...was sollen sie denn bitte sonst machen-abstürzen? Dann wird der Einsatz für die Retter sicher nicht lustiger.

Emkay

Man meckert immer über die Bergsteiger, die sich für weiß Gott was ausfliegen lassen.
Diese beiden kamen an einem Punkt scheinbar nicht weiter, weil sie sich verstiegen hatten. Am dieser Stelle brauchten sie offensichtlich die Bergrettung.
Als diese sie wieder auf den richtig weg gelotst haben, beschlossen sie die Rettung nicht weiter in Anspruch zu nehmen.
Wäre es nun besser gewesen sich wie die anderen ausfliegen zu lassen?! Oder aus eigener Kraft noch abzusteigen?!
Ich verstehe nicht, warum man dann noch einen Berg besteigen muss, aber die Rettung nicht mehr in Anspruch zu nehmen, wenn sich die Situation so ändert, finde ich nicht verwerflich.

Kalli

Ich hoffe zumindest 1 Personalie kann über den Anruf beim Notruf ermittelt werden. 1. Einsatz bezahlen und 2. Hier in D gibt es den § 145 StGB Mißbrauch von Notrufen... https://dejure.org/gesetze/StGB/145.html
Also Einsatz bezahlen und Tatbestand prüfen und Durchgreifen.

Ant Ing auf Facebook

Haben Hilfe abgelehnt, also sollen se auch den Hubschrauberflug bezahlen !!