Glimpflicher Ausgang eines Spaltensturzes auf dem Weg auf Deutschlands höchsten Berg.

Es gibt einige Routen, die auf Deutschland höchsten Punkt in 2962 Metern Höhe führen. 

Der Anstieg über das Höllental ist dabei für viele die reizvollste trotz oder gerade wegen der Schwierigkeiten mit der diese Bergtour gegenüber beispielsweise dem Aufstieg über das Reintal aufwartet.

Neben der bloßen Länge der Tour (die sich durch eine Übernachtung in der Höllentalangerhütte verkürzen lässt), sind der Klettersteig mit "Brett" und "Leiter" sowie die Begehung des Höllentalferners Herausforderungen, die jeder Gipfelaspirant auf dieser Route zu meistern hat.

Genaue Infos zur Tour findet Ihr in diesem Artikel oder in dieser Fotogalerie.

Ein 68-jähriger Bergsteiger wähnte sich nach Überquerung des Höllentalferners am vergangenen Freitag offensichtlich in sicherem Gelände und zog die Steigseisen aus. Hierauf rutschte er etwa 30 Meter ab und stützte in eine drei Meter tiefe Spalte.

Gegen 13 Uhr erreichten die um 11:41 Uhr gerufenen Bergretter die Einsatzstelle, wo der Verunfallte bereits von anderen Bergsteigern aus der Spalte befreit worden war.

Der 68-Jährige hatte sich bei dem Sturz und in der Zeit in der Spalte jedoch Prellungen und Schürfwunden sowie eine Unterkühlung zugezogen und musste von den Rettern in stundenlanger, äußerst mühsamer und nicht ungefährlicher Rettungsarbeit in einer Gebirgstrage nach unten gebracht werden.

Insgesamt waren knapp 20 Bergwacht-Angehörige bis kurz vor 22 Uhr gefordert.

Die Bergwacht Grainau, die u.a. via Facebook genau von dem Einsatz berichtet, rät dringend von einer Besteigung der Zugspitze bei anhaltend schlechter Wetterprognose ab.

Wörtlich heißt es:

"Auch wenn das Bergwochenende manchmal schon Wochen oder Monate im Voraus geplant ist, sollte doch der nötige Respekt gegenüber der Natur und den Verhältnissen gewahrt bleiben. Neben dem deutlich höheren Unfallrisiko verlängern sich die Hilfszeiten ohne Möglichkeit eines Hubschraubereinsatzes enorm. Darüber hinaus stellen Einsätze wie dieser naturgemäß auch eine Gefährdung für die Einsatzkräfte dar, welche trotz aller Risiko minimierenden Maßnahmen niemals ganz ausgeschlossen werden kann."

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