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Frederick-Simms-Hütte im Lechtal: Einfach leben, hart arbeiten

"Willkommen im einfachen Leben", lautet das Motto der Frederick-Simms-Hütte. Was nach Romantik klingt, bedeutet oben auf der Hütte vor allem eines: harte Arbeit. Und viel Verantwortung. Geschultert wird sie von einem jungen Mann.

Frederick-Simms-Hütte im Lechtal: Gemütlich. Die Panoramaterrasse der Simmshütte.
© Birgit Gelder

Hüttenleben: Junge Hüttencrew zwischen Job und Studium

Jannik ist 24 Jahre alt und seit Sommer 2025 der Hauptverantwortliche auf der Simmshütte. Sein Tag beginnt um fünf Uhr morgens: Frühstück herrichten, Lager putzen, eventuell ein Mittagsschlaf, nachmittags ein schneller Kaffee, Abendessen kochen, musizieren, Karten spielen. Ab 22.30 Uhr ist Hüttenruhe, und gegen 23 Uhr geht es ins Bett.

Am nächsten Tag beginnt alles wieder von vorne. Besonders anstrengend wird es, wenn Unvorhergesehenes passiert: etwa wenn spätabends ein Anruf kommt, dass jemand irgendwo abgeholt werden muss, weil er ohne Stirnlampe zu spät aufgebrochen ist. Schlafmangel ist Teil des Jobs.

Nebenbei studiert Jannik Wirtschaftsingenieurwesen. "Es ist gut, einen Abschluss zu haben", sagt er, als er für eine halbe Stunde am Tisch der Hüttenterrasse Platz nimmt. Offiziell ist er Chef, aber so wirkt er nicht. Er ist der Hauptverantwortliche: einer, der zuhört, mitarbeitet, nachfragt. "Was mir am besten gefällt, ist, mit dem Team zusammenzuarbeiten."

<p>Voll motiviert: Jannik, mit nur 24 Jahren der Hauptverantwortliche. </p>

Voll motiviert: Jannik, mit nur 24 Jahren der Hauptverantwortliche. 

© Birgit Gelder

Sein Lehrmeister war Charly Wehrle, die Hüttenwirt-Legende. Er führte die Oberreintalhütte, später die Reintalangerhütte, bevor er die Simms-Hütte übernahm. "Einen besseren Lehrmeister gibt es nicht", sagt Jannik. "Als ich 19 war, hat mich Charly schon gefragt, ob ich sein Nachfolger werden will."

Die Sektion Stuttgart war zunächst skeptisch – zu jung, zu wenig Erfahrung. Doch Jannik arbeitete jedes Jahr wieder oben mit und wuchs hinein. Am Ende bekam er das Vertrauen. 

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Text von Birgit Gelder

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