Wanderung

Alpenüberquerung Salzburg Triest, Etappen 8-14, Statzerhaus- Greifenburg

2. Woche: Durch die Hochgebirgslandschaft des Nationalparks Hohe Tauern

Einsame Wanderungen mit spektakulären Aussichten auf Österreichs höchste Berge.

Kurz vor dem höchsten Punkt der gesamten Alpenüberquerung: der Fraganter Scharte 2.754m
  • Tourdaten
  • Anreise
  • Literatur
Wanderung, schwer Österreich
Dauer 50 Std.
Strecke 124,09 km
Aufstieg 6611 Hm
Abstieg 8099 Hm
Höchster Punkt 2752 Hm
Tiefster Punkt 634 Hm
Bewertung
Kondition
Erlebniswert
Landschaft
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Beste Zeit

  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
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  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez
Quelle: ALPIN - Das Bergmagazin.
Autor: Wibke Helfrich

Tourbeschreibung

In der zweiten Woche der Alpenüberquerung ist Ausdauer gefragt, denn es müssen die längsten Etappen mit den meisten Höhenmetern bewältigt werden. Am zehnten Tag geht es über die Fraganter Scharte (2754 m), den höchsten Punkt der Wanderung, von wo aus man einen Blick auf die höchsten Berge Österreichs hat. Zu sehen sind der Großglockner, der Großvenediger und der Hohe Sonnblick. Auf dem Gipfel des Großen Sadnig soll angeblich sogar schon einmal Brad Pitt für die Dreharbeiten des Films „Sieben Jahre in Tibet” gestanden haben. Der Blick ins Tal erinnert tatsächlich ein bisschen an Shangri-La. Ein steiler Abstieg und gleich wieder Anstieg führt durch das Staller Tal. Hinauf geht es in die Kreuzberggruppe. Die Hugo-Gerbers-Hütte wird von Freiwilligen geführt und liegt weit ab vom Massentourismus. Ein weiteres Highlight ist der Kammweg zur Feldner Hütte, wo sich der höchste Briefkasten Österreichs befindet. Mit etwas Glück trifft man vielleicht sogar den Postesel.

Wegbeschreibung

8. Etappe: Statzerhaus - Rauris, 22,1 km, 6:45 Std., 449 m hoch, 1.618 m runter, mittel

9. Etappe: Rauris - Schutzhaus Neubau, 25,1 km, 8:00 Std., 1370 m hoch, 142 m runter, mittel

10. Etappe: Schutzhaus Neubau - Fraganter Schutzhaus, 19,2 km, 8:00 Std., 1095 m hoch, 1461 m runter, schwer

Von der Fraganter Scharte sind es nur 500 m und 150 Hm (hin und zurück 45 Min.) zur Herzog-Ernst-Spitze, 2933 m.

11. Etappe: Fraganter Schutzhaus - Stall, 19,8 km, 8:30 Std., 1050 m hoch, 1990 m runter, mittel

Beim Abstieg nach Stall war der Pfad 2025 durch einen Erdrutsch schwer zu finden.

12. Etappe: Stall - Hugo-Gerbers-Hütte, 18.1 km, 7:45 Std., 1730 m hoch, 250 m runter, mittel

Direkt nach Stall war 2025 der Weg hoch durch Forstarbeiten schwer zu finden.

13. Etappe: Hugo-Gerbers-Hütte - Feldnerhütte, 9,6 km, 5:45 Std., 640 m hoch, 801 m runter, schwer

14. Etappe: Feldnerhütte - Greifenburg, 15,7 km, 6:30 Std., 395 m hoch, 1937 m runter, schwer

Informationen zu Outdooractive Pro
Spektakuläre Aussichten und einsame Wanderwege gibt es in der Kreuzeckgruppe
Spektakuläre Aussichten und einsame Wanderwege gibt es in der Kreuzeckgruppe
© Wibke Helfrich

Sicherheitshinweise

Sicher unterwegs beim Bergwandern: 10 Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins.

Unsere Haftung für Inhalte findet ihr hier.

ANFORDERUNGEN:

Auf den meisten Etappen müssen durchschnittlich mindestens 20 Kilometer mit 1.000 Höhenmetern im Aufstieg und Abstieg in sieben Stunden reiner Gehzeit absolviert werden – egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint – und bei 28 Etappen wird es sicher Regentage geben. Obwohl die meisten Etappen im Rother Wanderführer als mittel angegeben sind, sind sie allein wegen ihrer Länge und der dafür nötigen Kondition meiner Meinung nach schwer, also schwarz. Darüber hinaus gibt es einige Etappen, die alpine Erfahrung, Orientierungssinn sowie absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern. 

Ausrüstung

Das darf bei keiner Wanderung fehlen: die ALPIN-Checkliste Bergwandern.

Gutes Schuhwerk ist Pflicht für eine Wanderung im Gebirge. Wanderschuhe im ALPIN-Test findet ihr hier.

Alle ALPIN-Tests zum Thema Bergwandern.

Alles, was euch noch für diese Tour fehlt, gibt es im ALPIN-Shop.

Im Rother Wanderführer oder auf der Website der Autorin findet man eine detaillierte Packliste. Generell gilt: „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“ mitzunehmen. Wer zu schwer trägt, hat weniger Spaß beim Wandern, allerdings macht es auch keine Freude, zu frieren.

In Rauris gibt es ein wunderschön in den Wiesen gelegenes Schwimmbad mit tollem Blick auf die Berge. Hier können sich müde Knochen erholen.

Tipp des Autors Wibke Helfrich

Weitere Infos und Links

ALLGEMEINE INFORMATION 

Der „Erfinder“ der Alpenüberquerung Salzburg–Triest ist die Wanderung bereits fünf Mal gegangen. Auf seiner Internetseite findet man seine Tipps zur Planung, Packlisten, Informationen zur Hüttenreservierung, verschiedene Varianten und vieles mehr.

UNTERKUNFT

Wer die Etappen wie im Rother Wanderführer vorgesehen wandert, schläft 14 Mal im Tal (je eine Übernachtung in Salzburg und Triest ist dabei eingerechnet) und 15 Mal auf Berghütten. Gerade die kleineren Berghütten sind schnell ausgebucht, weshalb es notwendig ist, früh mit der Planung anzufangen. Alpenvereinsmitglieder bekommen Vergünstigungen.

Mittlerweile können die meisten Hütten online reserviert werden, entweder über ihre Homepage oder auf den Plattformen hut-reservation.org, huetten-holiday.com und (für Slowenien) https://en.pzs.si/vsebina.php?pid=3.

VERPFLEGUNG

Auf den Hütten bekommt man Frühstück und Abendessen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Tal. Um das Gewicht zu minimieren, haben wir als Snacks nur Nüsse und Müsliriegel mitgenommen, die wir bei unseren Aufenthalten im Dorf immer wieder aufgefüllt haben. Bei manchen Etappen kommt man mittags an einer Hütte vorbei, in der man etwas essen kann.

 

TRINKWASSER

Außer in Slowenien war die Versorgung mit Trinkwasser kein Problem. Lediglich auf der Koča na Dolicu mussten wir Wasser kaufen.

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