Tourbeschreibung
Die Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest führt durch vier Länder (Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien) sowie drei Nationalparks (Berchtesgaden, Hohe Tauern und Triglav) und von den hohen Bergen ans Meer. Die Tour feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und ist noch nicht so überlaufen wie beispielsweise der E5-Fernwanderweg von Oberstdorf nach Meran. In 28 Tagen müssen knapp 500 Kilometer und über 25.000 Höhenmeter im Aufstieg bewältigt werden. Geschlafen wird in bewirtschafteten Hütten auf dem Berg und in Unterkünften im Tal.
Die Tour startet in der Altstadt von Salzburg. Ein letztes Mal geht es durch eine Großstadt, bevor es am ersten Tag gleich anspruchsvoll zur gemütlichen Berghütte Zeppezauerhaus geht. Oberhalb des berühmten Königssees führt der Weg durch den Nationalpark Berchtesgaden ins Steinerne Meer. Nach den Berchtesgadener Alpen führt der Weg durch das Städtchen Maria Alm in die Salzburger Schieferalpen. Über einen Kammweg geht es zum Statzerhaus, von wo aus man eine grandiose 360°-Rundumsicht auf die Berge hat.
Wegbeschreibung
1. Etappe: Salzburg - Zeppezauerhaus: 14,7 km, 6:15 Std., 1350 m hoch, 120 m runter, mittel
2. Etappe: Zeppezauerhaus - Berchtesgaden: 17,1 km, 7:15 Std., 562 m hoch, 1650 m runter, mittel
3. Etappe: Berchtesgaden - Carl-von-Stahl-Haus: 15,3 km, 6:15 Std., 1269 m hoch, 108 m runter, mittel
4. Etappe: Carl-von-Stahl-Haus - Wasseralm: 14,7 km, 7:15 Std., 978 m hoch, 1291 m runter, mittel
5. Etappe: Wasseralm - Ingolstädter Haus: 13,7 km, 7:00 Std., 1.248 m hoch, 552 m runter, mittel
6. Etappe: Ingolstädter Haus - Maria Alm 15,8 km, 6:30 Std., 350 m hoch, 1670 m runter, schwer
7. Etappe: Maria Alm - Statzerhaus 14,4 km, 6:30 Std., 1645 m hoch, 330 m runter, mittel
Sicherheitshinweise
Sicher unterwegs beim Bergwandern: 10 Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins.
Unsere Haftung für Inhalte findet ihr hier.
ANFORDERUNGEN:
Auf den meisten Etappen müssen durchschnittlich mindestens 20 Kilometer mit 1.000 Höhenmetern im Aufstieg und Abstieg in sieben Stunden reiner Gehzeit absolviert werden – egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint – und bei 28 Etappen wird es sicher Regentage geben. Obwohl die meisten Etappen im Rother Wanderführer als mittel angegeben sind, sind sie allein wegen ihrer Länge und der dafür nötigen Kondition meiner Meinung nach schwer, also schwarz. Darüber hinaus gibt es einige Etappen, die alpine Erfahrung, Orientierungssinn sowie absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern.
Ausrüstung
Das darf bei keiner Wanderung fehlen: die ALPIN-Checkliste Bergwandern.
Gutes Schuhwerk ist Pflicht für eine Wanderung im Gebirge. Wanderschuhe im ALPIN-Test findet ihr hier.
Alle ALPIN-Tests zum Thema Bergwandern.
Alles, was euch noch für diese Tour fehlt, gibt es im ALPIN-Shop.
Im Rother Wanderführer oder auf der Website der Autorin findet man eine detaillierte Packliste. Generell gilt: „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“ mitzunehmen. Wer zu schwer trägt, hat weniger Spaß beim Wandern, allerdings macht es auch keine Freude, zu frieren.
Die Wasseralm ist besonders schnell ausgebucht. Am besten frühzeitig reservieren!Tipp des Autors Wibke Helfrich
Weitere Infos und Links
ALLGEMEINE INFORMATION
Der „Erfinder“ der Alpenüberquerung Salzburg–Triest, Christof Herrmann, ist die Wanderung bereits fünf Mal gegangen. Auf seiner Internetseite findet man seine Tipps zur Planung, Packlisten, Informationen zur Hüttenreservierung, verschiedene Varianten und vieles mehr.
HÜTTEN
Wer die Etappen wie im Rother Wanderführer vorgesehen wandert, schläft 14 Mal im Tal (je eine Übernachtung in Salzburg und Triest ist dabei eingerechnet) und 15 Mal auf Berghütten. Gerade die kleineren Berghütten sind schnell ausgebucht, weshalb es notwendig ist, früh mit der Planung anzufangen. Alpenvereinsmitglieder bekommen Vergünstigungen.
Mittlerweile können die meisten Hütten online reserviert werden, entweder über ihre Homepage oder auf den Plattformen hut-reservation.org, huetten-holiday.com und (für Slowenien) https://en.pzs.si/vsebina.php?pid=3.
VERPFLEGUNG
Auf den Hütten bekommt man Frühstück und Abendessen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Tal. Um das Gewicht zu minimieren, haben wir als Snacks nur Nüsse und Müsliriegel mitgenommen, die wir bei unseren Aufenthalten im Dorf immer wieder aufgefüllt haben. Bei manchen Etappen kommt man mittags an einer Hütte vorbei, in der man etwas essen kann.
TRINKWASSER
Außer in Slowenien war die Versorgung mit Trinkwasser kein Problem. Lediglich auf der Koča na Dolicu mussten wir Wasser kaufen.
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