Der nepalesische Bergsteiger Nimsdai Purja bestieg im letzten Jahr in einem Weltrekordversuch 14 8.000er in 6 Monaten. Der Dokumentarfilm "14 Peaks: Nothing is Impossible" ist ab sofort auf Netflix zu sehen.

"14 Peaks: Nothing is Impossible" begleitet Nirmal "Nimsdai" Purja, einen lebenslustigen nepalesischen Bergsteiger auf seiner selbstauferlegten Mission, dem "Project Possible": In nur sieben Monaten will er alle 14 Achttausender besteigen und damit den bisherigen Rekord von sieben Jahren brechen.

Mit einem Team befreundeter Sherpas ist er auf dem Mount Everest, dem K2 und weiteren beeindruckenden Gipfeln unterwegs und stellt sich dabei extremen Wetterbedingungen, lebensbedrohlichen Entscheidungen und der emotionalen Belastung durch die Krankheit seiner Mutter zu Hause.

"14 Peaks: Nothing is Impossible" jetzt auf Netflix.

Jetzt auf Netflix: die Dokumentation zu Nimsdai Purjas Rekord-Besteigung "14 Peaks: Nothing is Impossible".

| © Netflix

Nimsdai Purja: Das Höhenbergsteigen im Blut

Der Film begleitet Nimsdais emotionale und auch körperliche Reise - von der Familienhistorie über die eigene Militärzeit sowohl bei den legendären Gurkha als auch den Spezialtruppen der britischen Armee bis hin zum Weltrekordversuch. Die Lebens- und Tanzfreude der nepalesischen Bergsteiger lässt die eigentlichen Besteigungen oftmals wie ein Klacks wirken. Trotz widrigsten Bedingungen, zeitlichem Stress und zusätzlichen ungeplanten Rettungsaktionen.

Mit dem Höhenbergsteigen begann der Nepali Purja ohne jegliche Vorerfahrung 2012 mit einem Aufstieg auf den Lobuche. Bis einschließlich 2016 folgten weitere Aufstiege, unter anderem auf den Dhaulagiri und den Mount Everest. 2017 führte Purja eine Expedition zu Ehren des zweihundertjährigen Jubiläums der Gurkhas auf den Gipfel des Mount Everest an.

Big Mountain Cleanup: Müllsammeln an den hohen 8.000ern

2021 gründete Nimsdal Purja die Nimsdai Foundation, um den Berggemeinden des Himalajas etwas zurückzugeben. Die Stiftung unterstützt Bildungsmaßnahmen und wichtige technologische Initiativen, um den Bergsteigern der Zukunft den Weg zu weisen.

Eine wichtige Aktion der Nimsdai Foundation ist die Intitative "Big Mountain Cleanup", die unter anderem vom Rucksack-Hersteller Osprey unterstützt wird. Mit dieser Initiative versucht die Stiftung, das Problem der zunehmenden Ansammlung von Expeditionsabfällen zu beheben, welche die unberührte Natur des Himalajas verschmutzen. Diese Herbst wurde erstmals am Mansalu rund 500 kg an Müll gesammelt. In den kommenden zwei Jahren wird Nimsdai das Müllproblem auf dem Everest und Ama Dablam angehen, um schließlich 2023 auf dem K2 aufzuräumen.

„14 Peaks: Nothing is Impossible" ist eine mitreißende Erzählung über Lebensfreude, Mut, Ausdauer und die Belastbarkeit eines Menschen. Jetzt auf Netflix im Stream.

Thomas Harrer von der ALPIN-Onlineredaktion hat sich die Doku bereits angesehen: "Der Film zeigt die Widrigkeiten eines solchen Rekordprojekts in den höchsten Regionen dieser Erde sehr schön auf, ohne in die üblichen Superlative abzudriften. Purja präsentiert sich den Anforderungen mehr als gewachsen und zeigt sich gerade durch die Beziehung zur erkrankten Mutter menschlich. Und die nepalesischen Bergsteiger lassen die Europäer und Amerikaner ganz schön blass aussehen, sowohl von der bergsteigerischen Leistung als auch der Lebensfreude, mit der das Projekt angegangen wurde."

Die wichtigsten Infos zu den 14 Achttausendern dieser Erde findet ihr in unserer Fotogalerie:

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2 Kommentare

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Claudio G. auf unserer Facebook-Seite

Wenn man dem Film eines vorwerfen kann dann, dass die tatsächlichen Wege auf die Gipfel zu kurz kommen. Bei 14 Stück ist das aber natürlich in einem einzigen Film schwer zu machen.
Ansonsten ein sehr inspirierender Streifen.
Es ist allerdings Vorsicht geboten:
Wer schon mal in dieser Gegend der Welt war wird das Fernweh hinterher wochenlang nicht los!

Emkay

Da hatte ich mir deutlich mehr erhofft, da ich voll und ganz auf der Seite der Sherpa stehe. Ich freue mich über Ihren Erfolg, aber die Vermarktung der Sache finde ich richtig schlecht.
Die Berge stehen hier im Hintergrund, dagegen stehen der Spot, der Kater vom Saufen und das Ego.
Am meisten nervt mich der Vergleich zu Reinhold Messner, der für das "Gleiche" 16 Jahre gebraucht habe... Der Vergleich hinkt dermaßen. Darüber braucht man rein gar nicht zu diskutieren.