Zehn kleine Power-Lampen für mehr Weitblick

Produkttest 2022: Das sind die besten Stirnlampen

In der dunklen Jahreszeit sind Stirnlampen für sportliche Aktivitäten draußen unerlässlich. Und ob für die Radl-Runde oder die Pistenskitour: Gute Ausleuchtung verhindert Unfälle. Wir haben zehn Power-Lampen getestet.

Im Test: Stirnlampen für mehr Licht in der dunklen Jahreszeit.
© Birgit Gelder

Bei der Beleuchtungstechnik hat sich in den letzten Jahren viel bewegt. LED-Lampen sind heller, kleiner und vielseitiger geworden – und preiswerter. Um eine 1000 oder 2000 Lumen starke Lichtquelle dabeizuhaben, muss man keinen Kredit mehr aufnehmen. Wer bereit ist, zwischen 100 und 200 Euro zu investieren, bekommt schon sehr gute Lampen.

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<p>Die Sonne geht inzwischen früh unter. Gut beraten ist, wer eine Stirnlampe dabei hat.</p>

Die Sonne geht inzwischen früh unter. Gut beraten ist, wer eine Stirnlampe dabei hat.

© Birgit Gelder

War zu Beginn der LED-Technik bei Stirnlampen vor allem die lange Leuchtdauer das Thema, ist es inzwischen die Helligkeit. Alte LEDs haben zwar ewig geleuchtet, doch haben sie auch fast kein Licht abgegeben. Das reichte gerade mal so, um auf einem guten Weg im Dunkeln gehend unterwegs zu sein. 

Das ist heute anders. Mit tragbaren Stirnlampen kann man die halbe Piste ausleuchten. Ein Lichtstrom zwischen 1000 und 2000 Lumen ist "normal". Das ist ein Vielfaches dessen, was Lampen früher an Output hatten.

Stirnlampen im Test: Darauf kommt es an

Helle Lampen bringen aber noch eine andere Herausforderung mit sich: das Wärmemanagement. Denn die LEDs erzeugen viel Wärme, die Lampe erhitzt und muss gekühlt werden. Denn nur wenn ich mich schnell bewege (also beispielsweise auf dem Rad sitze oder Ski fahre), brauche ich die volle Helligkeit einer Lampe. Dann habe ich aber auch einen kühlenden Fahrtwind. 

<p>Größenvergleich bei den Lampen.</p>

Größenvergleich bei den Lampen.

Versucht man im Stillstand die Lampen länger auf "Voll Power" brennen zu lassen, regeln sie die Helligkeit schnell von alleine zurück, weil sie zu warm werden (und natürlich, weil sie dann viel Energie benötigen). Das gilt für ALLE Lampen im Test. 

<p>Dank markierter Boxen kann die Reichweite und Leuchtkraft der Lampen gut verglichen werden.</p>

Dank markierter Boxen kann die Reichweite und Leuchtkraft der Lampen gut verglichen werden.

© Birgit Gelder

Eine weitere Herausforderung ist es, den Lichtkegel so zu gestalten, dass sowohl der Nahbereich ausreichend ausgeleuchtet ist als auch genügend Licht für die Entfernung zur Verfügung steht. Dazu greifen einige Hersteller in die "Trickkiste". Sie verbauen quasi zwei Lampen in einem Lampenkörper. Eine mit einer weit abstrahlenden LED und eine mit einer fokussierten LED. Beide können einzeln oder zusammen betrieben und bedient werden.

Apropos Leuchtmodi: Die Hersteller tragen gerne die maximale Lumenzahl (also Helligkeit) ihrer Produkte vor sich her. Dass diese Helligkeit oft nur für wenige Sekunden zur Verfügung steht (Grund siehe oben), muss man sich erst im Kleingedruckten anlesen.

<p>Akku vorne vs. Akku hinten.</p>

Akku vorne vs. Akku hinten.

Kompakte Lampen haben den Akku vorne untergebracht. Wird das Gesamtgewicht des Lampenkopfs dadurch zu groß, muss der Akku nach hinten oder extern getragen werden.

Stirnlampen im Test: So haben wir getestet

Alle Lampen (Akkus) wurden vor dem Test komplett voll aufgeladen bzw. mit frischen Batterien versehen. Das Gewicht der Testmodelle haben wir mit Akkus und Stirnband ermittelt. Für die Feststellung der Leuchtdauer bei maximaler Helligkeit wurde einen Meter vor der Lampe ein Ventilator zur Kühlung aufgestellt. 

Wir haben den Zeitraum gemessen, bis die Lampen die maximale Helligkeit massiv unterschritten (also in den Notmodus etc. schalteten). Der Praxistest draußen fand auf diversen Touren statt, sowohl zu Fuß als auch mit dem Bike.

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Stirnlampen im Test: Das ist unser Fazit

Helle, moderne LED-Lampen ermöglichen einem sportliche Outdoor-Aktivitäten auch im Winter. Je nach Einsatzbereich ist es mehr oder weniger wichtig, eine maximale Leuchtweite oder vielleicht eher ein sehr homogenes Leuchtbild zu haben. Je schneller die Fortbewegung, desto wichtiger ist die Leuchtweite. 

Unser Testsieger hat in der Summe der Features die Nase vorne, kostet aber auch DEUTLICH mehr als die anderen Testteilnehmer: die Lupine Piko. Eine super Leuchtweite, gute Bedienung und viel (teilweise optionales) Zubehör. 

<p>Die Lupine Piko lässt sich vom Stirnband lösen und ans Bike bzw. an den Helm klippen.</p>

Die Lupine Piko lässt sich vom Stirnband lösen und ans Bike bzw. an den Helm klippen.

Die leichteste Lampe im Test bekommt auch den Gewichtstipp. Mit 145 Gramm ist die Petzl Nao RL nicht nur leicht, sondern auch richtig gut. Dass sie aufgrund eines eher kleinen Akkus nicht ganz so hell ist wie andere Modelle mit größerem Akku, ist nachvollziehbar. 

<p>Die Anzeige zeigt en Ladezustand der Batterie an und kann gleichzeitig als Rucklicht genutzt werden.</p>

Die Anzeige zeigt en Ladezustand der Batterie an und kann gleichzeitig als Rucklicht genutzt werden.

Preistipps gibt es diesmal zwei: Die Nitecore HC68 ist eine robuste und universelle Lampe für einen weiten Einsatzbereich. Die ACID HPA 1300, die u. a. mit einer Fernbedienung aufwartet, bietet viel Lampe für 180 Euro.

Hier findet ihr unseren Test mit den zehn Stirnlampen. Klickt auf das Produktbild für eine Großansicht. Alle getestete Stirnlampen stellen wir hier auch im Video vor.