Für eine Skibrille so viel Geld ausgeben? Lohnt sich das? Wer einmal auf Skitour oder einer Pistentour bei richtig schlechter Sicht unterwegs war und erlebt hat, wie viel besser man mit guten Skibrillen sehen kann, wird überzeugt sein.

Nicht immer muss man auf Skitour eine Skibrille dabeihaben. Bei gutem Wetter spricht nämlich nichts dagegen, auch in der Abfahrt eine normale Sonnenbrille zu tragen, wenn man damit gut zurechtkommt. Aber spätestens wenn Schneefall "droht", reicht sie nicht mehr. Wer kennt nicht das Bild von halbblinden, tränenden Skifahrern, die sich verzweifelt ins Tal "tasten". Das muss nicht sein.

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Wenn auch nur im entferntesten Schnee angesagt ist, gehört die Skibrille ins Gepäck. Moderne Filtertechnologien, die die richtigen Lichtwellen verstärken und störende herausfiltern, sorgen heutzutage auch bei schlechtem Wetter für vollen Durchblick. Aber natürlich können selbst diese Brillen keine Wunder bewirken. Da das Ausrüstungsgewicht auf Skitour eine große Rolle spielt, sollte man auch bei der Skibrille einen Seitenblick darauf werfen. 

Allerdings ist das selten angegeben. Doch spätestens beim Probieren merkt man, ob das Modell schwer ist oder leicht, denn die Unterschiede sind mitunter groß! Die Sweet Protection Interstellar wiegt mit 214 Gramm genau doppelt so viel wie die Alpina Pheos. Neben dem Gewicht ist auch die Größe einer Brille relevant. Klein und kompakt war jedoch keines der getesteten Modelle, denn Skibrillen müssen heute helmkompatibel sein und brauchen daher eine gewisse Größe.

Auch aufwendige Filtertechnologien, ausgeklügelte Fixierungen oder Wechselsysteme lassen moderne Skibrillen immer größer werden. Und nicht zuletzt der Trend zu einem weiten Sichtfeld spielt dabei eine große Rolle. Ob die schicken rahmenlosen Exemplare dafür jedoch das richtige Mittel sind, darf man bezweifeln. Denn diese Bauweise bringt für das Sichtfeld nicht unbedingt einen Vorteil. Sie bedingt aber, dass die Brillengläser (Filter) viel schneller verkratzen! Etwa, wenn man mit Ski in der Hand leicht über die Brille zieht. Und liegen die Kratzer gar inmitten des Sichtfelds, ist die Brille quasi unbrauchbar.

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Zwar gibt es für alle hochwertigen Modelle Wechselscheiben, die kosten aber gerne bis zu 60 Euro. Wer auf Skitour einen Helm nutzt, sollte darauf achten, dass die Skibrille mit ihm kompatibel ist, denn das ist nicht selbstverständlich. So kann der Helm große Modelle herunterdrücken, die dann immer auf die Nase rutschen. Und zuletzt sorgt eine doppelte Schnalle am Verstellband (wie sie alle hier getesteten Brillen besitzen) dafür, dass die Größenanpassung schnell und einfach ist und dass das Brillenband auch unter einer Befestigung am Helm Platz hat.

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1 Kommentar

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Hans

Die Preise sind utopisch. Schaut bei Kleinanzeigen, ältere tun es genau so.