Kälte kann die Durchblutung massiv stören. Extrazelluläres Wasser gefriert und Gewebe wird zerstört. Besonders häufig trifft es Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen. Sie verfärben sich, schwellen an, bilden Blasen und bluten.

Diese Zehen haben schon mächtig was abbekommen.
Diese Zehen haben schon mächtig was abbekommen.

Örtliche Erfrierungen führen zu sogenannten Frostbeulen oder sogar zum Absterben ganzer Körperteile.

Die 3 Schweregrade der Erfrierung:

Grad I: Hautpartie oder Gliedmaß sind kalt und blass mit stechenden Schmerzen, die weißen, gefühllosen Partien verfärben sich in den nächsten Tagen bräunlich, es können auch Blasen auftreten. Keine Spätfolgen.

Grad II: Erst nach Wiedererwärmung erkennbar: Rötung, Schwellung, Blasenbildung - klare Flüssigkeit bedeutet schnelle, blutige Flüssigkeit bedeutet langwierige Heilung. Platzen die Blasen auf, besteht die Gefahr einer Infektion. Unbedingt zum Arzt!

Grad III: Betroffene Areale sind auch nach dem Auftauen völlig gefühllos. Das Ausmaß lässt sich aber erst nach Wochen feststellen. Gewebe stirbt ab, was sich durch schwarze eingetrocknete Haut bemerkbar macht. Dringend zum Arzt.