Wenn Schlafsack, Wechselbekleidung und wassersensible Geräte wie GPS oder Smartphone nass werden, hört der Spaß auf.
Die Folge: Mindestens eine höchst unangenehme Nacht und/oder Abbruch der Tour. Also her mit der guten alten Plastiktüte und rein mit der Ausrüstung! So gut ist der "Klassiker" dann aber doch nicht.
Das Material ist wenig robust und man hat keine Verschlussmöglichkeit. Abhilfe schaffen da wasser-, sand- und staubdichte Packsäcke.
Eine Reihe von Herstellern bietet sie in den verschiedensten Ausführungen und Volumeneinheiten an. Sie sind praktisch unverwüstlich. Tropengüsse, Schiffspassagen mit starkem Wellengang und der Transport auf dem Dach des Busses in strömendem Regen können ihnen nichts anhaben.
Je nach Einsatzbereich findet man verschiedene Modelle, oft aus hochwertigen, unterschiedlich dicken Nylon- oder PU-Materialien mit verschweißten Nähten.
Standard ist eine einrollbare Öffnung (Rolltop), die über Klemmen wasserdicht verschlossen wird. Oft haben diese zusätzliche Plastikringe (D-Ringe), die das Sichern des Inhalts und des gesamten Packsacks mit einem kleinen Schloss erlauben.
Klicken Sie sich durch unsere Slideshow und erfahren Sie mehr über die besten Packsäcke.
Wer auf Wanderung, Hoch- oder Trekkingtour Schlafsack oder Bekleidung trocken aufbewahren will, wird zu den dünneren und leichteren Modellen greifen, die meist je nach Größe zwischen 30 und 150 Gramm wiegen.
Ultraleichte Säcke, deren Wandstärke unter der von Papier liegt, haben beispielsweise Sealline und Sea to Summit im Programm. Da es sie in verschiedenen Farben gibt, sorgen sie zusätzlich für Ordnung im täglichen Pack-Chaos.
Manche Hersteller, beispielsweise Ortlieb und Exped, haben ihre Packsäcke mit kleinen Ventilen versehen, mit denen die überschüssige Luft abgelassen werden kann. Sehr praktisch sind Säcke mit Sichtfenster.
Sie gewähren Einblick und verhindern zeitraubendes Ein- und Auspacken der Säcke bei der Suche nach dem zweiten Paar Socken oder Handschuhe.

Multimedia-Geräte:
Für Smartphones, Tablet-PCs etc. findet man mittlerweile auf dem Markt speziell entwickelte Taschen und Beutel, die die Geräte passgenau aufnehmen und volle Bedienbarkeit erlauben. Vorder- und Rückseite sind aus durchsichtigen Materialien, die volle Touchscreen-Kompatibilität besitzen.
Verschlossen werden die Beutel über solide Schieber. Unser Tipp: Wer seine Multimedia- Geräte sicher transportieren will, sollte darauf achten, sie nur in abgekühltem Zustand einzupacken.
Betriebswarm eingetütet kann es zur Bildung von Kondenswasser kommen. Gegen Feuchtigkeit hilft ein kleiner Beutel mit Silicagel, wie man ihn meist in originalverpackten Elektroprodukten findet.
Für den rauen Einsatz eignen sich dickwandigere Säcke, die praktisch unkaputtbar sind und häufigen Felskontakt oder Außentransport auf Muli oder Lastwagen locker wegstecken. Andersherum schützen sie die Außenwelt vor scharfen Kanten und Spitzen des Inhalts.
Clever sind diverse Tragegriffe. An ihnen lässt sich der Sack gut greifen und außerdem fixieren. Die unterschiedlichen Größen lassen praktisch jeden Einsatzzweck zu.
Mit einem Volumen von 1 bis 1,5 Litern sind sie ein sicherer Ort für die Wertsachen auf der Hochtour. Die 3-Liter-Version ist ideal als Tasche für die Felle auf Skitour.
Wechselwäsche passt ideal in 5 bis 8 Liter und für den Schlafsack braucht man ungefähr 12 Liter. Sinnvoll sind hier wasserdichte Kompressionspacksäcke, wie sie beispielsweise Exped im Programm hat.
Wer gleich den gesamten Inhalt des Rucksacks auf einmal schützen will, nimmt einen entsprechend großen Packsack. Von 20 bis hin zu 70 oder 80 Litern Größe kleiden sie vom Tages- bis zum Hochtouren- und Trekkingrucksack das gesamte Innere aus.
Wer einmal die Vorteile beim Schutz der Ausrüstung und die Ordnung genossen hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Und da wasserdichte Säcke sehr langlebig sind, amortisiert sich ihr Anschaffungswert über die Jahre hinweg.
Aus ALPIN 08/13 Hier geht's zur Einzelheftbestellung.




