Vier Personen an der Zugspitze gerettet@(zwischenHeadlineTag)>
Am Neujahrstag sind drei junge Männer beim Versuch, die Zugspitze zu besteigen, in Bergnot geraten. Die drei Deutschenn im Alter von 18 und 20 Jahren waren von Ehrwald aus gestartet und wählten die Route über die Wiener Neustädter Hütte in Richtung "Stopselzieher". Kurz nach dem Passieren der Hütte verlor die Gruppe den markierten Weg und folgte stattdessen Trittspuren im Schnee bergwärts.
Während des Aufstiegs schloss sich ein allein gehender 33-jähriger Bergsteiger aus der Slowakei der Gruppe an. Auch er folgte den vorhandenen Spuren. In der Folge stiegen die vier Bergsteiger rund 300 Höhenmeter abseits der vorgesehenen Route auf und gelangten schließlich in steiles Gelände, in dem weder ein Weiterkommen noch ein sicherer Abstieg möglich waren.
Aufgrund zunehmender Erschöpfung und der schwierigen Verhältnisse entschieden sich die vier Personen gegen einen weiteren Aufstieg. Um 13.02 Uhr setzte der Slowake einen Notruf ab. In der Folge wurde umgehend ein Hubschrauber angefordert. Dieser konnte alle vier Personen unverletzt bergen und ins Tal fliegen. Im Einsatz standen die Bergrettung Ehrwald, ein BMI-Hubschrauber, die Alpinpolizei Reutte sowie eine Polizeistreife aus Lermoos.
Weshalb Bergtouren auf die Zugspitze derzeit keine gute Idee sind@(zwischenHeadlineTag)>
Winterliche Touren auf die Zugspitze gelten als besonders anspruchsvoll und sind für Unerfahrene keine gute Idee. Durch Schnee, Eis und wechselnde Witterung sind markierte Wege oft nicht mehr erkennbar, vorhandene Trittspuren können in gefährliches Gelände führen und eine sichere Orientierung erschweren. Darüber hinaus müssen (je nach Route und Bedingungen) steile Passagen, ausgesetztes Gelände und vereiste Felsen bewältigt werden. Ausrutschen kann hier schwerwiegende Folgen haben.
Hinzu kommt, dass die gängigen Aufstiegsrouten – darunter auch der Bereich rund um den "Stopselzieher"-Klettersteig – im Winter hochalpin sind und Erfahrung, vollständige Winterausrüstung sowie sehr gute Kondition erfordern. Selbst gut ausgerüstete Bergsteiger können durch Kälte, Wind und die kurze Tageslichtdauer rasch erschöpfen oder in Situationen geraten, aus denen ein selbstständiger Rückzug nicht mehr möglich ist.
Bergretter warnen zudem davor, sich auf vorhandene Spuren im Schnee zu verlassen. Diese stammen häufig von anderen Alpinisten, führen nicht zwangsläufig auf die sichere Route und können abrupt enden. Gerade in der kalten Jahreszeit steigt dadurch die Gefahr, in Bergnot zu geraten, wie aktuelle Einsätze einmal mehr zeigen.


3 Kommentare
Kommentar schreibenWäre mal interessant, ob die den Einsatz bezahlen mussten
Ich finde was sich da die letzten Jahre in Sachen von Fahrlässigkeit getarnt von Vorsatz getan hat ,eine absolute Unverschämtheit gegenüber den Freiwilligen und Berufsrettern , wenns nicht mehr weiter geht die 112 anzurufen, und die Krankenkassen bezahlen dass auch noch.
Die Tour steht in den Facebook Gruppen gerade hoch im Kurs. Das lockt natürlich andere Alpinisten und solche die es vielleicht werden wollen...