Wer nicht Ski fährt, kann Winterwanderungen auf gespurten Wegen machen, in die unberührten Ecken gelangt er so aber nicht. Man kann sich durch hüfttiefen Schnee wühlen, aber auch damit kommt man nicht weit.
Schneeschuhe stellen eine fantastische Alternative zu Ski da. Mit vielen Vorteilen gegenüber Ski (aber auch Nachteilen). Der Hauptvorteil: Schneeschuhgehen muss man nicht lernen. Wer halbwegs sportlich ist und etwas Bewegungsgefühl hat, stellt sich auf die Schneeschuhe und kann nach wenigen Minuten Ausprobieren damit gehen.
Weil die Grundbewegung dem normalen Gehen sehr nahe kommt, man muss lediglich (abhängig von den Schneeschuhmodellen) etwas breitbeiniger gehen. Wenn man in schwieriges Terrain kommt, gibt es dann einige Tipps und Tricks, wie man sich leichter tut und beispielsweise Steilstufen im Aufstieg überwindet, traversiert oder steile Partien absteigt.
Oder wie man möglichst ökonomisch eine frische Spur legt. Aber mit etwas Geschick und ein wenig Übung schafft man auch das ohne Anleitung.
Modelle für jeden Einsatzbereich
Es gibt zahlreiche teilweise sehr unterschiedliche Modelle an Schneeschuhen. Das Angebot reicht vom sehr einfachen Plastikmodell für 49,90 Euro bis zum hochtechnischen Schneeschuh für über 300 Euro.
Wichtig beim Kauf ist zu wissen, was man mit dem Schneeschuh tun möchte. Soll er zum gemütlichen Winterwandern im Talgrund sein oder darf es auch mal zur eingeschneiten Alm an der Baumgrenze gehen? Oder sind gar Gipfel das Ziel, und der Schneeschuh ist nur Mittel zum Zweck, um beispielsweise ein Snowboard hochzutragen, oder für Skifahrer, um schneearme Zeiten zu überbrücken?
Jeder Einsatzbereich hat sein eigenes Werkzeug. Wobei es einfacher ist, mit dem technischen Schneeschuh fürs Hochgebirge auch mal eine einfache Winterwanderung zu machen als mit einem einfachen Modell einen steilen Gipfel zu erreichen.
Artenvielfalt
Unterteilt werden Schneeschuhe in Rahmenmodelle und solche mit starren Aufbauten. Bei Rahmenmodellen ist zwischen einem Rahmen, der die Ausmaße des Schneeschuhs bildet, eine feste Bespannung gezogen, auf der auch die Bindung befestigt ist.
Starre Konstruktionen sind aus einem Guss. Je nach Schnee und Unterkonstruktion neigen diese Modelle eher dazu, Schneestollen an der Unterseite zu bilden. An Rahmenmodellen treten sich diese Stollen aufgrund der Bewegung des Deckmaterials ab.
Wichtig ist außerdem die Bindung von Schneeschuhen. Sie soll möglichst universell sein und viele Arten von Schuhen aufnehmen, außerdem möglichst einfach zu bedienen sein und vor allem zuverlässig.
Hier haben die Hersteller vor einigen Jahren noch hochtechnische Bindungssysteme angeboten, die alle nicht mehr geleistet haben als recht einfache Modelle. Jetzt sind die Bindungen wieder einfacher geworden und erfüllen ihre Aufgabe voll und ganz. Ein Führungselement rechts und links und eine solide Verbindung, mehr braucht es in der Regel nicht.
Und das hat sich auch auf die Preise niedergeschlagen. Ein guter Schneeschuh, mit dem man überallhin gehen kann, muss heute nicht über 200 Euro kosten



