Seit kurzem schmückt den kleinen Gilfert (2.380 m) in den Tuxer Alpen ein neues Gipfelkreuz. Es hebt sich nicht nur optisch von manch anderem Wahrzeichen ab, auch die Geschichte dahinter ist eine besondere: es wurde von den Inhaftierten einer Justizvollzugsanstalt gebaut. Die Idee dazu hatte Werner Kirchmaier, von Beruf Justizwachbeamter. Als ein Zeichen für mehr Toleranz und Impuls zur Integration will es der Stifter verstanden wissen.

Einmaliges Arrangement: Gipfelkreuz am kleinen Gilfert.
Einmaliges Arrangement: Gipfelkreuz am kleinen Gilfert.

Das neue Kreuz ist mit einer Höhe von fünf Metern und zweieinhalb Metern Breite nicht gerade klein geraten. Umrahmt wird es von drei Granitbänken, hinter denen auf Tafeln die neun Weltreligionen mit Symbolen dargestellt sind. Ein Ensemble, das in dieser Form wohl einmalig in der Alpenregion sein dürfte.

Kirchmaier wollte mit diesem Projekt ganz bewusst einen "Ort der Begegnung und des Dialoges" schaffen. Das Kreuz mit dem Phönix in der Mitte wird umrahmt von christlichen Symbolen, darunter ein Foliant aus Bronzeguss.

Bereits beschrieben: Das Gipfelbuch am Gilfert.
Bereits beschrieben: Das Gipfelbuch am Gilfert.

Ein in die Sprachen der großen Weltreligionen übersetzter Leitspruch vom bedeutenden spätmittelalterlichen Theologen und Philosophen Meister Eckhart soll zum Nachdenken und Diskutieren anregen.

Der kleine Gilfert (2380m) befindet sich am Weerberg (Silberregion Karwendel) und gehört geografisch zu den Tuxer Voralpen.

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