Eine deutsche Familie mit Kleinkind geriet beim Wandern in eine Notlage. Nun hagelt es Kritik daran, wie die Touristen die Tour begingen.

Eine Gruppe bestehend aus einer Familie mit Baby, zwei weiteren Erwachsenen und drei Hunden geriet in Bergnot und löste einen Großeinsatz der Bergwacht aus. Österreichische Medien diskutieren nun, ob die deutschen Wanderer den Rettungseinsatz selbst zahlen sollten.

Bergwacht-Bericht als Auslöser der Diskussion

Ziel der Urlauber war der fast 1800 Meter hohe Storschitz (Kärnten) an der Grenze zu Slowenien. Ein beliebtes Wanderziel im Zuständigkeitsgebiet der Bergrettung Bad Eisenkappel. Diese hatte bereits am 9. April auf Facebook einen Bericht über den Rettungseinsatz gepostet.

In diesem wird berichtet, wie trotz eines Sturms ein Hubschrauber eingesetzt wurde, um die Wanderer sicher retten zu können. Laut Post versuchten die Personen im Alter von 27-30 Jahren (zum Teil in kurzen Hosen) mit "Kind und Kegel" später doch, eigenständig abzusteigen.

+++ Hier geht es zu unserem Artikel "Bergrettung: Wer zahlt im Fall der Fälle?" +++

Einsatzkosten von mehreren tausend Euro

Wie mehrere Zeitungen berichten, kostete der Einsatz mehrere tausend Euro. Da die Touristen für die Wanderung schlecht ausgerüstet gewesen seien, wurden nun Forderungen laut, dass die Gruppe die Hilfe selbst bezahlen solle.

Ein Bergretter schilderte der österreichischen Kleinen Zeitung, dass die jungen Eltern zum Einsatzzeitpunkt Todesangst gehabt hätten. Alle Wanderer konnten laut Bergwacht unverletzt und "nur unterkühlt" ins Tal gebracht werden.

Das empfiehlt der DAV beim Bergwandern:

13 Kommentare

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Andreas

Anstatt sich über unverantwortliche Touristen zu ereifern, denn die wird es immer geben, sollte man die Bergretter endlich vernünftig bezahlen für Ihre Mühen und Risiken. Niemand regt sich darüber auf, dass die Berufsfeuerwehr zu Rettungszwecken in brennende Wohnungen muss. Dabei werden viele Wohnungsbrände durch unverantwortliches Rauchen (z.B. im Bett) verursacht. Wenn die Bergwacht teil-professionalisiert wäre (Teil hauptamtliche Retter plus Ergänzung durch Freiwillige), dann wäre es für alle besser und der unnötige moralische Furor hätte endlich ein Ende.

Caro

Ich wohne im Allgäu und diese Einsätze sind schon fast an der Tagesordnung!!!
Wenn eine Rettung durch Steinschlag, Wettereinflüssen oder wirklich durch gesundheitlichen Problemen einzelner Personen sein muss, dann ist es gerechtfertigt und dafür ist unsere Bergrettung auch da!
Aber solche Rettungsaktionen müssen nicht sein!!! Die Leute müssen sich bewusst sein, wo sie laufen und welche Gefahren auf sie zukommen könnten! Eine Bergtour MUSS immer geplant sein, wenn ich ortsunkundig bin, damit sowas nicht passiert! Diese Art von Rettung MUSS selbst gezahlt werden auch wenn man "Todesangst" hatte!!! Denen ist glaub nicht bewusst, wer so einen Einsatz von ein paar tausend Euro bezahlt!!!! Rettungskräfte und Hubschrauber arbeiten und fliegen nicht kostenlos!!!! ??

D.

Touristen bringen Geld,. Ansonsten bitte Hinweisschilder,auf eigene Gefahr. Fraglich ob dann noch die Touristen überhaupt kommen.
Mahlzeit

Renate.reger@gmail.com

Ich bin seit 40 Jahren beim drutschenalpenverein bin versichert. Hab s nicht einmal gebraucht
Die so etwas unternehmen sollen zahlen ohne ende
Manche machen grosse Touren und schreiben ins gipfelbuch war heftig aber runter bringt uns der bergwacht heli. Pfui

Gunnar

Auch wenn mir das Vorgehen der Gruppe wirklich leichtsinning erscheint, schliesse ich mich der Meinung von Rex an. Wo soll man da die Grenze ziehen zwischen Pech gehabt und Unvernunft? Das muesste man dann ja auf alle Bereiche des Lebens anwenden. Wie unvernuenftig die stark befahrene Strasse zu queren, wie unvernuenftig mit 80 noch Wandern zu gehen, wie unvernuenftig das Dach selber zu reparieren... Sollen die Gerichte jeden Fall einzeln verhandeln? Das ist wohl kaum durchfuehrbar noch wuenschenswert.

Joa

@ Rex Kramer: Der einzig sinn- und gehaltvolle Kommentar inmitten einer Flut selbstgefälliger Reflexempörung. Danke.

thomlau69@vodafone.de

Hallo zusammen,

ich verbringe seit meiner Kindheit meine Urlaube in den Bergen. Sorte lettern, Bergsteigen, Klettersteige, Mountainbike Enduro/Freeride oder einfach nur Wandern.
Leider muss ich immer wieder sehen, daß Leute in den Bergen unterwegs sind, die da nichts verloren haben. Das sieht man schon an dar Ausrüstung und wie sie sich bewegen. Alle Bergretter machen Ihre Arbeit Ehrenamtlich und ohne Bezahlung. Diesem Verhalten gebührt schon größte Anerkennung und Lob. Dazu setzen Sie Ihr eigenes Leben auf's Spiel um anderen zu helfen. Ich finde es vollkommen richtig, dann auch für die Kosten aufzukommen. Entweder schließt man eine Versicherung ab oder man tritt dem Alpenverein ...DAV, ÖAV..bei. Prinzipiell sollte jeder,der sich in den Bergen bewegt, einem Alpenverein angehören, weil in dem Beittrag eine Unfallversicherung mit Bergrrettung enthalten ist. Ein großes Lob an alle Bergretter auf unserem Planeten!
Macht bitte weiter so.....
Viele Grüße Thomas

B.P.

Solche .... Menschen gehört nichts anderes als den Einsatz zu bezahlen lassen.Vlg B.P









Gast

Ich finde das solche Einsätze die durch solch unüberlegten Ausflügen von den Ausflüglern selbst bezahlt werden sollen.

Karl erkinger

Die sollen nur zahlen das Baby und die ... in einer solchen Situation auszusetzen ist einfach unglaublich

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