Simon Gietl gelingt im Alleingang die erste Winterbegehung des Mittelpfeilers am Heiligkreuzkofel.

Am Heiligkreuzkofel (2907 m) in der Südtiroler Fanesgruppe wurde schon öfters Klettergeschichte geschrieben. 1968 gelang hier den Brüdern Günther und Reinhold Messner die erste Begehung des Mittelpfeilers, eine der schwersten Felskletterrouten zu jener Zeit. 

Damals mit VI - den bis dato höchsten bekannten Grad - bewertet, wird die Messner-Linie heute als VII+ geführt. 

Erst zehn Jahre gelang die erste Wiederholung des "Mittelpfeilers" durch Heinz Mariacher. Der Österreicher entschärfte die Route der Gebrüder Messner allerdings, indem er in seiner "Mariacher-Variante" die Schlüsselstelle umging. Im Sommer 1981 konnte sein Landsmann Beat Kammerlander die erste Solo-Begehung dieser Variante realisieren. 

Simon Gietl: Winter-Erstbegehung am Heiligkreuzkofel

Grüner Punkt in der Sonne: Simon Gietl am Mittelpfeiler.

| © Alex Faedda/ Storyteller Labs

40 Jahre nach Kammerlanders Alleingang konnte sich nun Simon Gietl die erste Solo-Begehung des Heiligkreuzkofel-Mittelpfeilers im Winter sichern. 

Simon Gietl: Winter-Erstbegehung am Heiligkreuzkofel

War mit seinem "Tagwerk" sichtlich zufrieden: Der Südtiroler Alpinist Simon Gietl.

| © Alex Faedda/ Storyteller Labs

Gietl, der für die Begehung eigentlich ein Biwak eingeplant hatte, erreichte am 25. Februar bereits nach acht Stunden "überglücklich und tiefst zufrieden" den Ausstieg.

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