Wegen Olympia

Alex Huber fürchtet Doping im Klettern

Kletterer sieht Sauberkeit des Sport gefährdet.

Alex Huber fürchtet Doping im Klettern
© picture alliance/dpa-Zentralbild

Dass Klettern 2020 in Tokio erstmals olympisch sein wird, hat in der Szene gemischte Reaktionen hervorgerufen. Vor allem am gewöhnungsbedürftigen Modus wurde reichlich Kritik laut. Die drei Kletter-Disziplinen Bouldern, Lead und Speed werden in Japan in einer Wertung zusammengefasst. 

Alexander Huber fürchtet, dass der Reiz olympisches Edelmetall zu gewinnen, außerdem dazu führen könnte, dass Kletterer alles Erdenkliche tun könnten, um ihre Leistung zu steigern.

"Bisher war Klettern eine sehr saubere Sportart, weil nicht viel Geld im Spiel ist“, sagte er in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen". 

Und weiter sagte der 50-Jährige: "Mit der Professionalisierung, den Nationalteams und der ärztlichen Betreuung wäre es ein Wunder, wenn das Klettern frei von Doping bliebe. Was da auf das Klettern zukommt, kann und will ich nicht prognostizieren."

Ob ihn selbst in jüngeren Jahren eine Olympia-Teilnahme gereizt hätte, ließ der Oberbayer offen: "Das ist sehr schwer zu sagen, ob ich mich dem Magneten Olympia hätte entziehen können. Es steht einfach im Raum, der erste Olympiasieger zu werden. Das ist natürlich schon eine Hausnummer."

Glaubt Ihr auch, dass Kletterer für olympisches Edelmetall dopen könnten? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

 

9 Kommentare

Kommentar schreiben
Heinz Buchmann auf Facebook

Ich würde sogar den Bergsport als Erfinder des Dopings bezeichnen. Mit das bekannteste ist wohl das Pervitin damals von Hermann Buhl am Nanga benutzt. Es werden Unmengen von Medikamenten auf den Alpenhütten zur Höhenanpassung genommen. Auch der Sauerstoff ist Doping. Wieso soll dies bei den Sportkletterern aufhören?

Hans-Joachim Brehm auf Facebook

Doping ist im Bergsport schon lange üblich... man denke nur daran, wie EPO seinerzeit als Windermittel im Höhenbergsteigen gefeiert wurde... Und wie sieht es mit künstlichem Sauerstoff aus?

Nose

Für mich ist Klettern als olympische Disziplin die Vollendung der Kommerzialisierung des Klettersports. Im kommerziellen Sportbetrieb halte ich Doping zwischenzeitlich für einen integralen Bestandteil. In sofern würde ich mich schon sehr wundern, wenn klettern Doping frei bleiben würde. Wenn man sich heute anschaut, was sich selbst Freizeitsportler mittlerweile einverleiben, wird das durch den Olympia Hype nur noch verstärkt.

huettentraum

wir behaupten doch von uns immer - im deutschen Sport wird nicht gedopt !
Wieso stellen wir das bevor es überhaupt losgeht in Frage.

Lukas Schafflinger auf Facebook

Blöde frage. Es geht um Geld und Ruhm, und wo es um das Geld geht, ist der Betrug nicht weit.

Anton Trummer auf Facebook

er hat vollkommen Recht, mit dem geldsegen der erreicht werden kann kommt das doping. wie in jedem profisport

Patricia Grein auf Facebook

Wo höher weiter schneller gefordert wird .. da wird dem Doping gerne die Türe geöffnet ..leider

Rene Baier auf Facebook

Natürlich, geht ja nur mehr um höher, besser, weiter und irgendwann hat der Körper seine natürlichen Grenzen erreicht.

Luis

Meine ehrliche Meinung: Kletterer und Bergsteiger dopen schon längst! Da muss nicht erst Olympia kommen. Schon Hermann Buhl war mit Pervitin am Nanga Parbat unterwegs, Höhenbergsteiger schmeißen sich Dexamethason. Und Kletterer nehmen doch garantiert Steroide und anderes zum Muskelaufbau.