Wieder ereigneten sich mehrere - teils schwere - Unfälle in den Bergen.

Samstag, 11.08.18

Fünf Tschechenbrachen am Samstag zu einer Tour zum Zittelhaus am Hohen Sonnblick (3106m) auf. Die Gruppe hatte weder Steigeisen noch Pickel, Anseilgurte oder ein Sicherungsseil dabei, weshalb ihnen ein weiterer Aufstieg zum Zittelhaus über den vergletscherten Teil des Kleinfleißkees nicht mehr möglich war. Der hereinbrechende Nebel erschwerte ihnen zusätzlich die Orientierung. Um 19:40 Uhr setzten sie telefonisch einen Notruf ab. Die Alpinpolizei, Bergrettung Heiligenblut und die Flugeinsatzstelle Klagenfurt wurden alarmiert. Die unverletzten Bergsteiger wurden von der Bergrettung ins Tal begleitet. 

Am selben Tag wurde eine 54-jährige Urlauberin aus der Gipfelwand des Pidinger Klettersteigs gerettet. Auf Höhe des Wandbuchs kam sie nicht mehr weiter und schaffte die letzten hundert Höhenmeter bis zum Gipfel nicht mehr. Zwei Männer der Bergwacht führten sie seilgesichert bis zum Ausstieg. Die Frau aus Franken hatte sich im Aufstieg bei mehreren leichten Stürzen aufgeschürft, war aber nicht ernster verletzt. 

Ein Österreicher kam am Elbrus im russischen Nordkaukasus ums Leben. Laut einem Sprecher des Zivilschutzes hatte er auf einer Höhe von 5000 Metern einen plötzlichen Herzstillstand. 

Freitag, 10.08.18

Am Mont Blanc fand die französische Bergrettung am Freitag die Leiche eines Mannes, der mit seinem Bruder und dessen Verlobte auf einer Klettertour unterwegs war. Die Bergrettung geht davon aus, dass auch die beiden Begleiter tot sind. Die Gruppe war in 3400 bis 3500 Metern Höhe verunglückt und von einem Grat in ein Geröllfeld gestürzt. Die Frau des Mannes alarmierte die Bergrettung, nachdem die drei nicht von der Tour zurück kamen. 

Donnerstag, 09.08.18

Ein in Österreich als vermisst gemeldeter Mann wurde am Donnerstag an Schesaplanahütte in Seewis tot aufgefunden. Der Mann, der alleine unterwegs war, muss im steilen und felsigen Gelände des Schweizerwegs ausgerutscht und abgestürzt sein. Die Rega konnte den 71-jährigen Österreicher nur noch tot bergen. Er war wohl am Mittwoch vom Lünersee über die Totalphütte gewandert und hatte geplant, über die Schesaplanahütte, Cavelljoch wieder zum Lünersee zu gelangen. 

Ein 57-jähriger Bergsteiger stürzte am südöstlichen Ende des Mannlgrats nach hinten weg, überschlug sich dabei und prallte so heftig mit dem Kopf gegen einen spitzen Stein, dass er bewusstlos liegen blieb. Seine Begleiter setzten einen Notruf ab und begannen, ihn zu reanimieren. Auch die Rettungskräfte konnten im nicht mehr helfen. 

Eine 75-Jährige aus Vöcklabruck stieg mit ihrem Sohn und dessen Neffe in den Attersee-Klettersteig ein. Nach drei Stunden Kletterzeit waren die drei bereits kurz vor dem Ausstieg auf den Gipfel, als die Pensionistin in der steilen Schlusswand plötzlich den Halt verlor, in ihr Klettersteig-Set fiel und das Bewusstsein verlor. Ihr Sohn und der Neffe versuchten vergeblich sie zu reanimieren. Die Frau starb an plötzlichem Herzstillstand. "Die Frau war gut trainiert und auch entsprechend auf diese Tour vorbereitet. Das hätte im Tal genauso passieren können", so Stephan Santer, Ortsstellenleiter der Bergrettung Steinbach am Attersee.

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