ALPIN 12/2014: Produkttest - Free-Tourer
Ob ein 120er Ski noch tourentauglich ist, muss jeder für sich entscheiden. Vom Gewicht her ist es der Carbon Megawatt. Und wenn man dann die passenden Verhältnisse hat, ist man der König. In den Alpen aber eher ein Drittski.
Ob ein 120er Ski noch tourentauglich ist, muss jeder für sich entscheiden. Vom Gewicht her ist es der Carbon Megawatt. Und wenn man dann die passenden Verhältnisse hat, ist man der König. In den Alpen aber eher ein Drittski.
Wer an den "speziellen" Tagen leicht (und weit?) rauf will, ist mit dem Convert Carbon bestens beraten. Er kann jedoch bei wechselnden und harten Verhältnissen nicht so überzeugen.
Der Scout von Blizzard ist sowas wie der große Bruder vom Kabookie. Mit fast 4 Kilo sollte man wissen, was man tut, wenn man mit dem Scout auf Tour gehen möchte. Aber im Freeride- Bereich fühlt er sich richtig wohl.
Der Blizzard Kabookie reiht sich irgendwo zwischen Freerider und Allmountain- Ski ein. Mit den spezifischen Vor- und Nachteilen. Er ist schon ganz schön schwer (für die Breite), spielt das Gewicht aber auf der Piste voll aus.
Der ganz breite Cham ist dem Nunataq nicht nur in den Abmessungen recht ähnlich. Auch er ist ein Free-Tourer für die speziellen Tage. Auch hier sind Laufruhe und Griffigkeit auf hartem Untergrund voll im grünen Bereich.
Der Cham mit dieser Mittelbreite (97 mm) ist ein guter Kompromiss. Der Cham 97 bringt genug Gewicht auf die Waage, um auch mal zu pflügen, ist aber auch auf Tour nicht zu schwer, zumindest nicht für die, die aufsteigen, um abzufahren.
Der Elan Himalaya mit seiner sehr weichen Schaufel ist nicht ganz neu. Für Freunde breiter Tourenski ist er vor allem deshalb interessant, weil er recht gutmütig ist und auch mal Fehler verzeiht.
Der Hannibal von Fischer geht nicht nur über die Alpen. Er ist ein ausgewogener und leichter Ski für alle, die auf breit und leicht stehen.
Nach oben (von der Breite) wird die Wayback-Linie durch die Coombacks abgelöst. Der Coomback 104 überzeugt genau wie die anderen K 2-Ski und begeistert mit seinen ausgeprägten Rockern (vorne und hinten) vor allem im Tiefschnee.
Der ganz breite Kästle ist etwas weniger ausgewogen als der 97er, macht dafür aber im Powder richtig Spaß. Mit dem großen Radius von 26 m muss man ihn auf der Piste schon ein bisschen in die Kurve zwingen. Der Ski für Powder!
Der TX 97 von Kästle will gefahren werden. Für einen eher sportlich ausgelegten Ski war er etwas enttäuschend. Er konnte weder im Tiefschnee noch auf der Piste an die Spitzenski heranreichen.
In der Spitzengruppe lagen einige Ski ganz eng beisammen. Schlussendlich konnte der Movement das Rennen für sich entscheiden. Tolle Fahrperfomance, ausgewogen und mit 98 mm noch voll tourentauglich.
Der Rossignol Sin 7 pflügt durch zerfahrenen Schnee wie eine Eins. Kein Wunder, bei 98 mm und dem Gewicht. Er ist auf der Piste spielerisch zu fahren, im Tiefschnee macht der Soul 7 mehr Spaß.
Letztes Jahr noch mit Auszeichnung, bleibt der Soul 7 diesmal knapp ohne Medaille. Er ist immer noch ein echter Spaßski, verspielt und wendig und mit einem Radius von 17 m auf der Piste ein echter Spaß-Carver.
Der Rock'Air ist ein alter Bekannter und nicht nur wegen seinem Preis interessant. Der Ski ist solide gebaut, trotzdem nicht zu schwer und überzeugt im Tiefschnee mehr als auf der Piste.
Der Stormrider 100 hat vor allem unsere Damen überzeugt. Er will – wie viele Stöcklis – gefahren werden. Wer das im Griff hat, hat mit dem SR 100 einen stabilen Begleiter für den Powder und die Piste.
Letztes Jahr noch ganz vorne mit dabei, aber die Konkurrenz schläft nicht. Trotz allem ist der Nanuq nach wie vor ein ganz interessanter Tourenski für alle Bedingungen.
Unser Testsieger vom letzten Jahr. Der Nunataq kann’s noch immer, auch wenn er nicht mehr ganz oben steht. Für seine Breite ist der Ski auch auf der Piste und im Harten gut zu fahren, was daran liegt, dass er kein Superleichtski ist.


















