Diese sechs besonderen Gipfelkreuze in den Alpen solltest Du kennen!
Im deutschsprachigen Alpenraum gehören sie zum Bergtag wie Jause und Wanderschuhe: die Gipfelkreuze. Als (teils kritisch diskutierte) Markierungen zieren sie (meist) den höchsten Punkt eines Berges. In diesem Beitrag stellen wir euch sechs besondere Kreuze in den Alpen und ihre Geschichte vor.
Auf der eigentlich völlig unscheinbaren Buchensteinwand (1456 m) im Pillerseetal steht seit 2014 das größte begehbare Gipfelkreuz der Welt. 29,6 Meter hoch ist der Koloss mit integriertem Personenaufzug, mehreren Aussichtsplattformen und Seminarräumen. Sogar heiraten ist hier möglich – wahlweise mit Glocknerblick oder Aussicht in die Leoganger Steinberge!
Ein Gipfelkreuz, das man nie wieder vergisst, war sicherlich das auf der Schönfeldspitze (2653 m) im Steinernen Meer. Die beeindruckende Pietà aus Holz vom Kapruner Bildhauer Anton Thuswaldner zeigte den toten Christus als Querbalken. Nach einer Zerstörung durch Blitzeinschlag im Sommer 2020 ziert eine dem Original nachempfundene Replika des Bildhauers Raphael Gschwandtl aus Maria Alm den Gipfel.
Der Großglockner ist aus vielerlei Gründen ein bekannter Berg – auch seine "Krone" ist eine ganz besondere. Das erste Kreuz am Gipfel wurde 1800 im Zuge der Erstbesteigung errichtet. 1880 wurde das simple Holzkonstrukt zu Ehren Kaiser Franz Josephs und Kaiserin Elisabeth durch das Kaiserkreuz ersetzt. Seit 2024 steht dieser 300-Kilo-Koloss als erstes und einziges Gipfelkreuz Österreichs unter Denkmalschutz.
Da der Montblanc „oben ohne“ auskommt, steht das höchstgelegene Gipfelkreuz der Alpen auf der 4634 Meter hohen Dufourspitze in den Walliser Alpen. Vandalismus im Jahr 2018 beraubte den formschönen Berg allerdings zeitweilig seiner "Kopfbedeckung". Doch seit fünf Jahren schon ist der höchste Punkt der Schweiz wieder bedeckt.
Das Gipfelkreuz des "Top of Germany" ist gar kein Original, sondern eine 1993 aufgestellte Nachbildung. Die Replika stammt aus einer Kunstschmiede in Eschenlohe. Das Original kann man im Museum Werdenfels in Garmisch-Partenkirchen bestaunen. Seit Neuestem befindet sich auch inder Bergstation eine täuschend echte Kopie – nur für Fotozwecke.
Kein Kreuz, sondern eine Sammlung von Glaubenssymbolen prangt am Gipfel des Kleinen Gilfert in den Tuxer Alpen. Insgesamt neun Religionen sind auf diese Weise am höchsten Punkt vertreten. Das Projekt des Weerbergers Herbert Kirchmair sorgte nach Vollendung im Jahr 2008 für einige Diskussionen.