Produkttest: Kunstfaserschlafsäcke
Der Lamina 35 fällt sofort durch seinen weichen Griff auf. Das Material (Thermic Micro) ist geschmeidiger als andere Füllungen. Der Kuschelfaktor beim Lamina ist dadurch größer als bei den meisten anderen Modellen. Durch das relativ geringe Gewicht ist der Lamina bei Sommertouren durchaus noch tragbar, das macht ihn sicherlich zu einem beliebten Begleiter - nicht nur für Frauen.
Und gleich noch ein Carinthia: Der X-Lite hält, was der Name verspricht: Er ist superleicht. Auch das Packmaß ist genial klein, natürlich darf man von so einem Leichtgewicht keine Isolations-Wunder erwarten. Für sein Gewicht ist der X-Lite dann aber doch relativ warm. Ein toller Sommerschlafsack für laue Nächte oder ein besserer Hüttenschlafsack. Den guten Eindruck trüben die verwirrenden Gewichtsangaben: Auf dem Packsack stehen 650 g. Im Schlafsack steht dann das "richtige" Gewicht (790 g).
Auch Deuter geht bei diesem Test mit zwei Modellen ins Rennen. Der Exosphere ist die preiswerte Version der Schlafsäcke mit elastischen Nähten, deren Weiterentwicklung Deuter in den letzten Jahren sehr vorangetrieben hat. Der Schlafsack bietet für das Gewicht eine gute Isolierung. Durch die elastischen Nähte hat man, obwohl der Deuter eher schmal geschnitten ist, noch gut Platz.
Mit der Orbit-Linie steigt Deuter in den Bereich der preiswerten Schlafsäcke ein. Für sein Geld bekommt man einen vollwertigen Schlafsack. Allerdings ist der Orbit weder ganz leicht noch ganz warm. Die minus 5°C sind nach unserer Einschätzung nur für hartgesottene Alpinisten. Gut bei Deuter ist die umfangreiche (und genaue) Information am Packsack. Da steht alles Wichtige drauf.
Grüezi-Bag? Nie gehört. - Ging uns auch lange so. Aber die Kult-Schlafsäcke haben wir schon mal vorgestellt. Aus "Kult" wurde "Grüezi-Bag", aber es hat sich deutlich mehr als nur der Name geändert. Einen Grüezi-Bag kauft man sich vor allem wegen des Designs. Aber der Schlafsack unter dem Design ist auch nicht schlecht. Fürs normale Campen oder die Übernachtung bei Freunden reicht der locker. Davon abgesehen, fällt der niedrige Preis bei gleichzeitig recht hochwertiger Ausstattung positiv auf.
Der Mini Light Comfort hat uns Testern das Leben schwer gemacht. Wie testen wir den Schlafsack nun? Mit oder ohne Inletts? Denn der Lestra bringt gleich zwei Inletts mit und das ist eine interessante Sache. Gemessen haben wir ihn aber ohne Inletts. Mit unter einem Kilo (ohne Inlett) gehört der Lestra zu den leichteren Modellen, mit dem Fleece- Inlett ist er dann schon um einiges wärmer. Der Mini Light ist eine gute Kombination für alle, die viel bei höheren Temperaturen unterwegs sind.
Der Tundra 3-Season ist ein warmer Schlafsack für Leute, die nicht ein halbes Vermögen für einen ziemlich warmen Schlafsack ausgeben möchten (oder können). Für den Tundra dürfen die Nächte schon mal an der Frostgrenze kratzen. Mit insgesamt knapp über 1800 Gramm ist der Mammut-Ajungilak-Schlafsack noch das leichteste der drei warmen Modelle.
Der Wave III ist ein ziemlich warmes Teil. Auf dem Thermo-Bild zeigt sich zwar eine kleine Stelle, an der Wärme verloren geht, unterm Strich ist der Marmot aber immer noch dick und warm. Angenehm ist das "warme" Material im Kopfbereich und an den Füßen. Mit zwei Kilo Gesamtgewicht ist der Marmot aber auch schon so schwer (und groß), dass man ihn nicht lange im Rucksack tragen möchte.
Der Starlight ist der geborene Kompromiss: warm genug, um auch, wenn es mal kühler wird, noch mitzuspielen, gleichzeitig aber nicht zu groß und nicht zu schwer. Auch der Starlight überzeugt durch eine gute Ausstattung und das für nicht mal 100 Euro. Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
Der Lamina 35 fällt sofort durch seinen weichen Griff auf. Das Material (Thermic Micro) ist geschmeidiger als andere Füllungen. Der Kuschelfaktor beim Lamina ist dadurch größer als bei den meisten anderen Modellen. Durch das relativ geringe Gewicht ist der Lamina bei Sommertouren durchaus noch tragbar, das macht ihn sicherlich zu einem beliebten Begleiter - nicht nur für Frauen.
Der Nunaat HP lieferte sich mit dem Tundra 3 von Mammut ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Modelle sind in Bezug auf Füllgewicht, Gesamtgewicht, Temperatur etc. sehr ähnlich. Der Nunaat hat keinen Wärmekragen, was wir bei einem so dicken Schlafsack nicht für sinnvoll halten. Ansonsten ist er sehr warm und hält uns auch in Nächten um die Frostgrenze warm.
Der Arctic 450 ist der teuerste Schlafsack im Test. Aber auch wenn er jenseits der angepeilten Obergrenze von 140 Euro liegt, haben wir ihn aufgenommen. Die Primaloft- Füllung ist angenehm und weich. Das Gesamtgewicht von 935 g und sein geringes Packmaß machen ihn zu einem Begleiter, den man auch gerne über mehrere Tage trägt. Zu kalt sollte es für den Arctic aber dann auch nicht werden, dazu fehlt es ihm an Masse.










