Wir stellen Ihnen alle vier Routen der Sternentour etwas ausführlich vor. Die dritte Route der Sternentour führt durch das Höllental. Der schwierigste der üblichen Anstiege führt über Gletscher und Klettersteigpassagen und ist nur für erfahrene Bergsteiger zu meistern.

Äußerst Anspruchsvoll: Das Höllental

Der Weg durch das Höllental wurde zwischen 1902 und 1905 angelegt. In der 1026 Meter langen Klamm schaffte man zwölf Tunnels. 120 Meter verlaufen auf Stegen. Die Baukosten betrugen 57 000 Goldmark.

Junge Burschen und freche Mädel bekommen Ehrfurcht, wenn sie erfahren, dass schon Oma und Opa durchs Höllental auf die Zugspitze gegangen sind. Von Hammersbach über den Klammsteig zur Höllentalangerhütte, Hemd und Bundhose vom Tropfwasser feucht, die genagelten Bergschuhe in den Felstunnels laut klackend.

Brotzeit und Gitarrenabend auf der Hütte, die schon zu Zeiten der Großeltern Patina hatte. Am Grünen Buckel schrecken die Gämsen auf, die vor dem Eintreffen der ersten Bergsteiger die frischen Kräuter im Kar zupfen.

Dann der Anstieg über die Moräne, voller Spannung: Wie wird der Höllentalferner aussehen? Gibt es blanke Stellen? Komme ich gut über die Randkluft? 1100 Höhenmeter über der Hütte ist die Frage endlich geklärt und der Klettersteig beginnt.

Von Meter zu Meter wird der Blick hinunter besser. Endlich erblickt man das Gipfelkreuz. Man nähert sich von der "richtigen" Seite, das heißt ohne über die überfüllte Aussichtsplattform gehen zu müssen.

Fast 2200 Höhenmeter nach dem Start ist der schwierigste, aber abwechslungsreichste der Normalwege geschafft!

Der Schuh zur Tour: Hanwag Ferrata Combi GTX

Der Schuh zu Tour: Hanwag Ferrata Combi GTX

Der Badile Combi GTX bietet die nötigen Reserven, die ein Schuh bei der schweren Tour über den Jubiläumsgrat benötigt.

Er hat eine feste Sohle mit viel Reibung und einer Kletterzone an der Spitze und ist dabei ein echtes Leichtgewicht mit angenehmem Komfort für den langen Aufstieg. Gewicht: ca. 530 g (Größe 7,5)

• Steigeisenauflage an der Ferse

• Vibram Climbing-Sohle mit durchgehender Versteifung

• Kletterleisten für präzisen Antritt

• weit nach vorn reichende Ghilly-Schnürung

Die Route über den Höllentalsteig

Gesamtzeit: 9 Std.

Höhenmeter: 2200 Hm

Schwierigkeit: Klettersteig, mittel

Der schwierigste der üblichen Anstiege auf die Zugspitze. Von Hammersbach durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte, 1381 m, 2 Std. Flach ins hintere Höllental und nun steil über die kurzen, versicherten Stellen "Leiter" und "Brett" auf den Grünen Buckel.

Über Moränen zum Höllentalferner und zum Einstieg in den Klettersteig (2460 m). Überwiegend versichert in die Irmerscharte und zum Gipfel. Je nach Verhältnissen am Ferner Steigeisen nötig, Vorsicht auf Spalten! Die Randkluft kann bei Ausaperung die Schlüsselstelle sein. 500 Hm Klettersteig, Trittsicherheit nötig, Klettersteigausrüstung und Helm mitnehmen.

Übernachtet wird in der Höllentalangerhütte auf 1381 Meter Höhe.

www.hoellentalangerhuette.de

Übernachtung in der Höllentalangerhütte, 1381 m.