Katalanische Bergwälder erhalten, Schneeleoparden in Indien retten, ein Heim für Anden-Vögel schaffen, Sanierungsarbeiten im Lake District Nationalpark Großbritanniens unterstützen oder die heimischen Berge schützen: Die Outdoor-Industrie sammelt Geld für kleine Naturschutzprojekte. Und Sie als user von alpin.de haben abgestimmt und entschieden, welches Projekt das Geld bekommt.

Die European Outdoor Conservation Association (EOCA) ist eine Initiative der europäischen Outdoor-Industrie und engagiert sich für den Schutz der Wildnis, indem sie Geld sammelt und es an kleine, nichtkommerzielle Naturschutz-Projekte auf der ganzen Welt verteilt. Alle unterstützten Organisationen müssen das Geld für konkrete Hilfsmaßnahmen vor Ort verwenden und die Einheimischen in ihre Arbeit einbinden.

Als Partner von EOCA stellte ALPIN auch 2013 fünf Projekte vor, deren Ziel der Schutz der Bergwelt ist. Vom 14. bis 28. März konnten Sie auf alpin.de voten, welches Projekt den Zuschlag und bis zu 30 000 Euro Unterstützung erhält und den Zuschuss der European Outdoor Conservation (EOCA) verdient. Das Ergebnis finden Sie unten.

Und das sind die Projekte:

Katalanische Bergwälder

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Dieses Bergwald-Projekt in den Pyrenäen hilft dabei, engagierte Menschen auszubilden, die bei der Erhaltung der Wälder aktiv mitarbeiten wollen:

In neun Einsatz-Camps lernen die Freiwilligen alles über Waldpfad-Sanierung, Ausholzen, Habitat-Wiederherstellung oder biologische Techniken zur Erosionsmilderung.

So soll auch der Auerwild-Lebensraum verbessert werden. Außerdem werden bestimmte Waldgebiete wieder zugänglich, indem Wege freigelegt und gepflegt werden.

www.projecteboscos.cat

Das Projekt wurde nominiert von: Petzl Foundation

Projektkosten: 42 500 Euro Plan-Teil EOCA: 16 000 Euro

Ein Heim für Anden-Vögel

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Im Nordwesten Boliviens liegt das 53 Hektar große Palkachupa Cotinga Nature Reserve. Die Savanne des Cerrados besteht bis zu 30 Prozent aus Wald mit vielen endemischen Pflanzen- und über 300 Vogelarten.

Darunter auch die Palkachupa Cotingas, von denen man bis ins Jahr 2000 dachte, sie seien ausgestorben. Da der Cerrado stark bedroht ist, soll weiteres Waldgebiet gekauft, geschützt und wiederaufgeforstet werden.

Außerdem soll die lokale Bevölkerung nachhaltig (z. B. bei der Erweiterung des Wegenetzes oder durch Honigproduktion) in die Entwicklung miteingebunden werden.

www.worldlandtrust.org

Das Projekt wurde nominiert von: Nikwax Projektkosten: 69.280 Euro Plan-Teil EOCA: 29.220 Euro

Auf die Felle, fertig los!

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Im Lake District Nationalpark Großbritanniens wandern jährlich über 15 Millionen Besucher auf die Felle. Besonders beliebt ist der Aufstieg zum Fairfield vorbei am Grisedale Tarn. Dort ist die Erosion in den oberen Schichten ein großes Problem.

Bei Starkregen wäscht der torfige Boden aus und setzt Karbon frei. Der tiefer gelegene Bergsee verschlammt. Dies verändert das fragile Berg-Ökosystem, das wegen der vielen seltenen Rückzugsarten sowie der Biodiversität der sauren Wiesen bedeutend ist.

Neben der Wegesanierung will dieses Projekt zu großen Teilen auch neue freiwillige Helfer für den Nationalpark ausbilden.

www.fixthefells.co.uk

Das Projekt wurde nominiert von: Pebble International

Projektkosten: 66.290 Euro Plan-Teil EOCA: 30.000 Euro

Schneeleoparden retten

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Schneeleoparden zählen zu den meistgefährdeten Großkatzen der Welt. Nur 3500 - 7000 Tiere leben noch in der Wildnis. Im wenig entwickelten Oberen Spiti-Tal Indiens liegt eines ihrer wichtigsten Habitate.

Dieses Projekt will den lokalen Gemeinden helfen, ihr delikates Ökosystem und die Tierwelt zu schützen und zugleich ihre traditionelle Lebensweise zu erhalten.

Ziel ist es unter anderem, dass die Bauern die Leoparden aktiv schützen, weil sie z. B. für gerissenes Weidevieh entschädigt werden. Auch Öko-Camps für Schulkinder zum Schutz der Tierwelt sind Teil dieses Projekts.

www.snowleopard.orgDas Projekt wurde nominiert von: Dynafit Projektkosten: 21.700 Euro Plan-Teil EOCA: 11.000 Euro

Lebensraum Hochgebirge

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Die Berge der Silvretta bieten vielfältige Lebensräume, von Wiesen und Wäldern über angepasste alpine Vegetation bis hin zu Fels und Eis. Besucher erleben unberührte Natur, alpine Tier- und Pflanzenwelt sowie Gletscher-Landschaften.

Höchster Punkt des Weges 302 ist die Getschner Scharte, die wegen eines Felssturzes mittlerweile nicht mehr sicher passierbar ist. Dieser Teil soll ausgebessert und teils anders angelegt werden.

Dabei will man hochsensible Bereiche seltener Vegetation umgehen und Besucher zwischen unterschiedlichen Vegetationszonen hindurch lotsen, um wichtige Lebensräume zu schützen.

www.alpenverein.de Das Projekt wurde nominiert von: Vaude Projektkosten: 20.000 Euro Plan-Teil EOCA: 12.000 Euro

  • Schneeleoparden retten - 54.35%
  • Auf die Felle, fertig los! - 16.66%
  • Lebensraum Hochgebirge - 10.02%
  • Ein Heim für Anden-Vögel - 9.58%
  • Katalanische Bergwälder - 9.39%

Mehr zur EOCA unter: www.outdoorconservation.eu