Zugspitze: Müll und Schmierereien in der Höllentalklamm
Müll und Schmierereien entlang des Zugangs zur Höllentalklamm sorgen derzeit für Ärger und Unverständnis bei den zuständigen Wegewarten. Nach jüngsten Beobachtungen wurden entlang des Weges Flaschen, Papier, Verpackungen und weitere Abfälle zurückgelassen. Zudem kam es zu mutwilligen Beschädigungen und Graffiti in der sensiblen Naturlandschaft.
Besonders kritisch sehen die Betreuer der Klamm, dass die Hinterlassenschaften ausgerechnet in einem Gebiet auftauchen, das von vielen Menschen wegen seiner landschaftlichen Schönheit geschätzt wird und dessen Infrastruktur zu einem großen Teil durch ehrenamtliches Engagement erhalten wird.
"Solche Bilder machen mich sprachlos", sagt Bernhard Ostler, ehrenamtlicher Referent der Höllentalklamm mit Blick auf die zurückgelassenen Abfälle und Schmierereien entlang des Zugangswegs. "Die Berge sind kein Partyraum, kein Mülleimer und kein Ort, an dem man seinen Dreck anderen überlässt."
Appell für sorgsamen Umgang mit der Natur
Die Verantwortlichen erinnern daran, dass die Entsorgung von Abfällen in den Bergen nicht Aufgabe anderer Besucher oder freiwilliger Helfer sei. Wer Verpflegung und Ausrüstung mit auf eine Tour nehme, könne auch leere Flaschen, Verpackungen und sonstigen Müll wieder mit ins Tal befördern.
Mit Blick auf die beginnende Sommersaison appellieren die Ehrenamtlichen an Wanderer und Bergsteiger, sorgsam mit Natur und Infrastruktur umzugehen. Die Höllentalklamm zählt zu den meistbesuchten Ausflugszielen im Wettersteingebirge und steht wie viele alpine Naturräume zunehmend vor der Herausforderung, hohe Besucherzahlen mit dem Schutz der Landschaft in Einklang zu bringen.
Die Verantwortlichen hoffen, dass mehr Rücksichtnahme und Eigenverantwortung dazu beitragen, die Klamm und ihre Umgebung dauerhaft als naturnahen Erlebnisraum zu erhalten. Die gesichteten Schmierereien (u. a. auch an Felsen auf dem Weg zur Knorrhütte, also in bereits hochalpinem Gelände) müssen mühsamst händisch entfernt bzw. übermalt werden.
"Während viele Menschen ihre Freizeit investieren, um Wege, Einrichtungen und die Klamm zu erhalten, hinterlassen andere ihren Müll und erwarten offenbar, dass sich jemand anderes darum kümmert", lautet Ostlers bitteres Fazit. "Wer die Berge nutzt, sollte auch Verantwortung übernehmen."



16 Kommentare
Kommentar schreibenKomisch das es immer und überall Bierflaschen sind, generelles Alkoholverbot im ganzen Land und so viele Probleme würden verschwinden aber auch wiederum neue kreieren und solange kein Verstand in den Köpfen der Leute ist kann man überwachen und verbieten was man will es wird sich nix zum positiven verändern.
Ich würde die Tür wieder sauber machen, eine kleine Kamera verstecken und wer erwischt wird...bämmmm...,..5000€ Geldstrafe und Zack ist Ruhe.
Da haben wir das Ergebnis des Deutschlandtickets: Rucksacktouristen, die in der freien Natur schlafen, sprich Partys veranstalten, Lagerfeuer machen, laut Musik spielen, Müll hinterlassen und alles drum herum zerstören, ohne Rücksicht auf die Tiere und Natur. Es ist ein asoziales Pack, das sich früher nicht Mal die Fahrt hierhin leisten konnte und jetzt überall unterwegs ist und solche "Geschenke" hinterlässt. Typisches Parasitenverhalten. Klingt hart, ist aber so. Das gleiche Problem gibt es auch auf der anderen Seite der Zugspitze. Und dazu kommt noch, dass die schöne Gegend im TV beworben wird, damit der Tourismus blüht... die Natur selbst aber leider darunter.
Das ist leider ein oft gesehenes Phänomen. Müll im Wald, auf Wegen und Parkplätzen. Auch auf den Grünstreifen, neben den Straßen - Fenster runter und MCD - Tüten oder Getränkebehäter raus. Einer wird's schon weg machen. Kein Respekt vor irgendwas ??....Dass haben wir doch anders gelernt, oder?
Respekt und Wertschätzung sind leider Fremdwörter für solche Menschen. Egoismus und Selbstverherrlichung sind überall offensichtlich, leider . Die echten Naturliebhaber werden von solchen Leuten nur ausgelacht. Zum Glück gibt es noch Menschen die dieses Fehlverhalten wieder versuchen in Ordnung zu bringen. Euch allen ein herzliches Dankeschön.
Ich war 1979 dort haben in Grainau Urlaub gemacht, diesen Schmierfinken kann man nur wünschen das sie bald gefasst werden und sehr hart bestraft werden. Vor allem müssten sie unter Aufsicht und Stränge das Geschmiere beseitigen.
Rücksichtslosigkeit, Egoismus und Empathieunfähigkeit nehmen in unserer Gesellschaft leider immer mehr zu.
Camera aufstellen wer erwischt wird 1000 euro Strafe ohne wenn und aber. War in den 60 ger Jahren dort viel unterwegs da gab es sowas nicht
Die Lösung:
Ähnlich wie am Königsee, müsste der Steig bis auf weiteres erstmal geschlossen werden. Den Leuten, die dort Müll und Schmierereien hinterlassen, geht es nicht um die Natur, sondern um ihr Ego. Da werden die blödesten Sachen für Follower und Klicks gemacht. Das Höllental ist wie die Watzmann Überschreitung zu einem Hot Spot geworden. Auch völlig ungeübte müssen es sich da selbst, und vorallem der Welt beweisen was für ein toller Hecht sie sind. Die Demut fehlt, die Ehrfurcht fehlt. Furchtbar
So traurig das wäre, aber ich glaube um dir Berge und die Natur vor solchen Individien zu schützen kommen wir um Kameraüberwachung nicht drum herum. Ausserdem sehr hohe Busgelder und Eintrittsgelder.