Lawinenunfall in den Dolomiten

Wintersportler gerät an der Marmolata in Lawine und stirbt

Ein Lawinenunglück an der Marmolata in den Dolomiten endet tödlich: Ein 31-jähriger Freerider aus Rom wurde bei einer Abfahrt abseits der Piste erfasst und verschüttet.

Bei der Verschüttetensuche zählt jede Sekunde (Symbolbild).
© IMAGO / Sven Simon

Lawinenunglück an der Marmolata: Freerider stirbt nach Verschüttung

Ein Freerider ist nach einem Lawinenunglück am 28. Dezember an der Marmolata in den Dolomiten im Krankenhaus gestorben. Der 31-Jährige aus Rom war bei der Abfahrt abseits der Piste von einer Lawine erfasst worden. Er sei in einer Höhe von etwa 2.700 Metern unterhalb der Punta Rocca, wo auch die Bergstation der Seilbahn liegt, von einer Lawine erfasst worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Bergrettung des Trentino.

Freunde des Sportlers hatten den Notruf ausgelöst. Die Retter suchten auch unter Einsatz von Hundestaffeln sowie eines Hubschraubers in dem Gebiet nach dem Verschütteten. Der Mann sei schließlich in einer Gletscherspalte an einer sehr tiefen Stelle entdeckt worden. Nach der schwierigen Bergung wurde er in sehr kritischem Zustand ins Krankenhaus in Trento gebracht. Dort erlag er jedoch den schweren Verletzungen.

Vom Zeitpunkt des Unfalls bis zu Bergung verging offensichtlich eine erhebliche Zeitspanne. Die Freunde, die getrennt von dem Freerider unterwegs waren, hatten den Berichten zufolge die Rettung alarmiert, als sie eine halbe Stunde nicht von ihm hörten. Die Suche hatte sich schwierig gestaltet und am Nachmittag hingezogen.

An der Marmolata war zum Unfallzeitpunkt Lawinenwarnstufe 2 von maximal 5 angesagt.

Nach Lawinenunglücken sind die ersten 10 bis 15 Minuten entscheidend. Dann sinkt die Überlebenschance sehr schnell ab. Wenn Verschüttete nicht an ihren schweren Verletzungen sterben, setzt Sauerstoffmangel und Ersticken ein.

LVS-Suche: So geht's richtig
Die Lawinenverschüttetensuche in Bildern
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1 Kommentar

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Vitzthum

Zu wenig Schnee, um auf Gletschern abseits zu fahren!