Ein Kuhangriff kann tödlich enden! Daher ist bei der Begegnung mit Weidevieh immer Vorsicht geboten. Wir haben für Euch einige Verhaltensregeln zusammengestellt, die es beim Umgang mit den Tieren zu beachten gilt.
Kühe sollten generell nicht gestreichelt oder gar gefüttert werden. Ebenso zu vermeiden: Direkt auf Weidevieh zugehen; dies kann die Tiere "stressen" und sie so aggressiv machen.
Stehen Kühe auf dem Wanderweg, sollte man, wenn irgendwie möglich, einen (weiten) Bogen um sie machen. Keinesfalls versuchen, die Tiere auf die Seite zu "schieben" oder mit Hilfe eines Stocks vom Weg zu vertreiben.
Muttertiere verteidigen ihren Nachwuchs. Daher unbedingt auf Abstand gehen! Auch männlichen Jungtieren sollte aus dem Weg gegangen werden. Mittlerweile weisen Warnschilder an Gattern meist darauf hin, ob sich Mutterkühe und ihre Kälber auf der Weide befinden.
Bei der Querung einer Weidefläche die Tiere aufmerksam beobachten, ihnen dabei aber nicht direkt in die Augen schauen. Den Kühen möglichst nicht den Rücken zukehren.
Wer mit Hund unterwegs ist, sollte diesen lieber an die Leine nehmen. "Wenn der Hund auf eine Kuh zuläuft, könnte sie Angst bekommen", erklärt Michael Lohse, Pressesprecher des Deutschen Bauernverbands. Ebenso könne Bellen die Tiere reizen. Greift eine Kuh an, den Hund sofort frei lassen.
Wird man von einer Kuh angegriffen, sollte man versuchen, Ruhe zu bewahren. Nicht anfangen zu rennen: die Tiere sind schneller! Besser stehen bleiben, sich so groß wie möglich machen und laut rufen. Im absoluten Notfall der Kuh mit einem Stock fest auf die Nase hauen.