Vier Bergsteiger mussten am Samstageband aus der Watzmann-Ostwand ausgeflogen werden, nachdem sie vom Weg abgekommen sind. Und das bei völliger Dunkelheit. Sie überstanden das unfreiwillige Abenteuer nahezu unverletzt. Weniger Glück hatte eine 29-jährige Sächsin. Sie wurde beim Klettern am Fleischbankpfeiler von einem großen Felsbrocken erschlagen.

Berüchtigt: Die Ostwand des Watzmann. Im Vordergrund der Königssee mit St. Bartholomä. Bild: dpa.
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Vier Bergsteiger aus Regensburg brachen am Samstagmorgen in die Watzmann-Ostwand auf. Auf Höhe des Wasserfallwandls verstiegen sie sich und gerieten immer weiter in wegloses Gelände. Als es langsam dunkel wurde und sie weder auf- noch absteigen konnten, setzten sie gegen 19:30 Uhr einen Notruf ab. Im letzten Tageslicht flog die Pilotin des Rettungshubschraubers "Christoph 14" zwei Bergwacht-Luftretter in die Ostwand und ließ sie im Schwebeflug am zweiten Sporn aussteigen. Von dort aus mussten sie zu den Regensburgern absteigen, sie im weglosen Gelände sichern und bergauf zum zweiten Sporn bringen.

Obwohl es mittlerweile stockfinster war, konnte die Pilotin in zwei Anflügen alle vier Verstiegenen und die beiden Bergwachtmänner aufnehmen und aus der Wand fliegen. Einer der Berggeher musste wegen allgemeiner Erschöpfung mit Kreislaufproblemen in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert werden.

Sächsin in Österreich von Felsbrocken erschlagen

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Eine aus Dresden stammende 29 Jahre alte Frau ist am Samstag von einem großen Felsbrocken erschlagen worden. Nach Angaben der österreichischen Polizei war die Frau mit einem 49-jährigen Seilpartner am Fleischbankpfeiler zum Klettern unterwegs. Der Mann hielt sich dabei an einer Kante fest. Dabei löste sich ein Felsbrocken.

Der Fels stürzte auf die Frau, die den Bergsteiger von unten sicherte. Dabei erlitt die Frau so starke Kopfverletzungen, dass sie wahrscheinlich sofort tot war. Auch der Kletterer stürzte vermutlich rund fünf bis sechs Meter ab, blieb aber unverletzt. Er wurde vom Notarzthubschrauber "Heli 3" geborgen und ins Tal geflogen, wo er von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut wurde.

Mumifizierte Leiche eines deutschen Bergsteigers gefunden

Einen brisanten Fund machte am Freitagvormittag ein Bergsteiger auf der salzburger Seite der Hohen Tauern. Er fand im Pinzgau die mumifizierte Leiche eines seit drei Jahren vermissten Alpinisten. Neben der Leiche lag der völlig verbleichte Rucksack mit Ausweispapieren.

Der Urlauber war am 20. Juli 2007 von seinem Quartier in Matrei in Osttirol zu einer Bergtour oberhalb von Matrei aufgebrochen. Von dieser Wanderung war der Gast aber nicht zurückgekehrt.

Daraufhin wurde der Mann von der Bergrettung, Feuerwehr und Hubschraubern tagelang gesucht. Anzunehmen ist jetzt, dass er auf die Salzburger Seite des Felbertauerngebietes gewandert und dort verunglückt war. DNA-Untersuchungen sollen die endgültige Identität der Leiche klären.

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