In den vergangenen Tagen haben sich alpenweit mehrere schwere Unfälle ereignet. Unglaubliches Glück hatte indes eine 73-Jährige Frau aus Mayerhofen.

Tödlicher Unfall am Großglockner

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Bei einer Bergtour am Großglockner ist am Donnerstag eine 80-jährige Frau ums Leben gekommen. Die Osttirolerin war laut Medienberichten zusammen mit einem Bergführer Richtung Stüdlhütte unterwegs, als beide aus bisher noch nicht geklärter Ursache rund 15 Meter über felsdurchsetztes Gelände auf das Ködnitzkees abstürzten. Während der 66-jährige Bergführer den Sturz überlebte und zur Behandlung ins Krankenhaus Lienz geflogen wurde, kam für seine 80-jährige Kundin jede Hilfe zu spät.

Legendäres Kletterziel im Wilden Kaiser: die Fleischbank (re.).

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Mutter stürzt in den Tod

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In den Berchtesgadener Alpen ist es am Donnerstag zu einem tödlichen Bergunglück gekommen. Dabei stürzte eine 49-jährige Mutter vor den Augen ihres Sohnes in den Tod. Die beiden waren zusammen am Mannlgrat zwischen Gölleiten und Kehlstein-Gipfel unterwegs gewesen, als die Thüringerin aus bisher noch nicht geklärter Ursache ausrutschte und rund 200 Meter in die Tiefe stürzte. Der Sohn hatte daraufhin versucht, seiner verunglückten Mutter zu Hilfe zu kommen, saß aber wenig später im absturzgefährdeten Gelände fest. Er konnte mit dem Hubschrauber unversehrt gerettet werden.

Schwerer Kletterunfall im Wilden Kaiser

Ebenfalls am Donnerstag hat sich im Wilden Kaiser ein schwerer Kletterunfall ereignet. Nach Angaben der Landespolizei Tirol hatte eine Zweierseilschaft aus Bayern erfolgreich die Südostverschneidung an der "Fleischband" (2186m) durchstiegen. Im Anschluss machten sich die beiden 42- und 43-jährigen Männer daran, über den "Herrweg" Richtung Ellmauer Tor abzuseilen. Bei der Abseilfahrt übersah der 42-jährige Kletterer offenbar das Seilende und stürzte daraufhin rund 80 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände in die Tiefe. Der Mann wurde mit schwersten Verletzungen ins Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen. 

Absturz am Matterhorn

Der Versuch, die Matterhorn-Südwand zu durchsteigen, endete für ein junges Paar am Mittwoch tödlich. Ein Bergführer hatte den Absturz der Zweierseilschaft aus rund 4400 Metern Höhe beobachtet und die Bergrettung in Aosta alarmiert. Diese konnte nur noch den Tod des 28-jährigen Österreichers und seiner 25-jährigen Freundin aus Deutschland feststellen.

Junge von Stein erschlagen

Tragischer Unfall in der Berninagruppe: Bei einer Wanderung in der Nähe des Morteratschgletschers ist am Dienstag ein sechsjähriger Junge aus Belgien von einem herabstürzenden Stein erschlagen worden. Das Felsstück hatte sich nach Medieninformationen aus einer Geröllhalde gelöst und den Buben am Kopf getroffen. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

73-Jährige aus Klettersteig gerettet

Wahnsinniges Glück hatte eine Frau aus Mayrhofen, die am Donnerstag ohne Klettersteigset und Ausrüstung über den Notausstieg in den "Zimmereben“-Klettersteig in Schwendau einstieg. Als sich die 73-Jährige nicht mehr weiter traute, verständigte sie per Mobiltelefon die Bergrettung Mayrhofen. Sechs Bergretter waren damit beschäftigt, die Zillertalerin aus ihrer Notlage zu befreien und sicher ins Tal zu bringen. 

"Sie kann heilfroh sein, dass sie nicht abgestürzt ist", so Bergretter Andreas Eder zur leichtsinnigen Aktion der Rentnerin. 

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