Am vergangenen Wochenende ereigneten sich zahlreiche, zum Teil tödliche Unfälle.

An der Watzmann-Ostwand mussten am Montag drei Bergsteiger aus Sachsen gerettet werden. Sie waren bereits den zweiten Tag am Berchtesgadener Weg am Watzmann unterwegs zur Südspitze. Am Beginn der Gipfelschlucht setzten sie dann einen Notruf ab. Ein Berchtesgadener Bergretter wurde vom Hubschrauber unterhalb der Gruppe im Schwebeflug abgesetzt. Er stieg zu den Männern auf und sicherte sie in Rettungssitzen. Die drei Bergsteiger konnten zum Glück unverletzt ins Tal gebracht werden.

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Seit Samstag Abend war ein 62-jähriger Tscheche vermisst worden. Bergrettung und Alpinpolizei suchten ihn zwei Tage lang. Er wollte mit Freunden von der Adamek-Hütte zum Dachstein aufsteigen, schloss sich aber an der Gletscherzone vier anderen Bergsteigern an. Im Bereich des Torsteins bog er rechts ab und ging alleine weiter. Als er gegen 22 Uhr noch nicht zurück auf der Adamek-Hütte war, gaben die Bergsteiger dem Wirt Bescheid. Aufgrund des dichten Nebels und Niederschlags gestaltete die Suche sich als sehr schwierig. Am Sonntag wurde die Leiche des Mannes am Fuße des Torsteins gefunden.

Am Piz Chastè kam es zu einem weiteren tödlichen Unfall. Ein 52-jähriger Bergsteiger war am Sonntagmorgen auf eine Bergtour zum 2849 Meter hohen Piz Chastè aufgebrochen. Laut des Alpinkaders der Kantonspolizei Graubünden löste sich Gestein unter den Füßen des Einheimischen, woraufhin dieser vom Gipfelgrat rund 250 Meter über eine Felswand und Geröll in die Tiefe stürzte.

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In Leutasch in Tirol hat ein 71-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Mittelsachsen einen Sturz in rund 40 Meter Tiefe überlebt. Er kam mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Der Mann war am Samstag mit einer Gruppe entlang des Steigs vom Söllerpass talwärts unterwegs. Drei Begleiter hatten nach dem Unglück die Bergrettung verständigt. 

Bereits am vergangenen Freitag geriet ein 44-jähriger Engländer beim Abstieg von der Seebergspitze in ein Gewitter. In Folge eines Blitzschlages wurde er vom Grat geschleudert und kam etwa vier bis fünf Meter unterhalb, in einen Latschenfeld, verletzt zu liegen. Der Bergsteiger konnte noch selbständig einen Notruf absetzten. Der Verletzte konnte letztendlich mit dem Bergeseil vom Notarzthubschrauber geborgen und zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus geflogen werden.

Am Großvenediger ist ebenfalls am Freitag ein 55-jähriger Deutscher tödlich verunglückt. Laut Polizeiangaben war der Hesse bei einer Wanderung am Alpenkönigweg auf einem nassen Steig ausgerutscht. Er stürzte in dem felsdurchsetzten Gelände rund 300 Meter in die Tiefe und konnte nur noch tot geborgen werden.

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