Am zweiten Juniwochenende haben sich alpenweit mehrere Unfälle mit tödlichem Ausgang ereignet.

Tödlicher Absturz am Mattstock

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Im Klettergarten Mattstock (Kanton St. Gallen) ist es am Samstag zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem ein 22-jähriger Kletterer sein Leben verlor. Der junge Mann wollte sich gerade zusammen mit seiner Freundin abseilen, als er aus bisher noch nicht geklärter Ursache den Halt verlor und in die Tiefe stürzte. Für den Verunglückten kam jede Hilfe zu spät.

Klettersteiggeher erliegt schweren Verletzungen

Seinen schweren Verletzungen ist in der Nacht zum Sonntag ein 76-jähriger Pensionist aus Neukirchen erlegen. Der Mann war tags zuvor am Ende des "Laserer Alpin Klettersteig" in Gosau (Salzkammergut) aus bisher noch ungeklärter Ursache gestürzt und dabei vermutlich mit den Kopf auf ein Stahlgeländer des Rundwanderwegs Gossausee aufgeschlagen. 

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Absturz am Hohen Göll

Schwere Kopfverletzungen hatte sich am Sonntag auch ein Bergwanderer aus Berchtesgaden zugezogen. Der 55-Jährige war im Gebiet des Hohen Göll unterwegs, als er beim Abstieg vom Purtschellerhaus den Halt verlor und rund 150 Meter abstürzte. Der Mann wurde von zwei Bergwanderern, die den Unfall beobachtet hatten, bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgt.

Beliebtes Ziel: Der Tegelberg

| © Picture Alliance

Tödlicher Unfall am Tegelberg

Ebenfalls am Sonntag ist es auf dem anspruchsvollen "Tegelbergsteig" zu einem tödlichen Unfall gekommen. Dabei kam ein 26-jähriger Klettersteiggeher ums Leben. Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen war es in einer Passage der Via Ferrata zu einem Stau mit mehreren Personen gekommen. Als dieser sich auflöste, stürzte der junge Mann aus bisher noch nicht geklärter Ursache rund 150 Meter in die Tiefe. Nach Polizeiangaben kann Fremdverschulden nach bisherigem Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. 

Unfall beim Gruppenfoto

Ein Gruppenfoto mit seinen Bergkameraden wäre am Sonntag einem 29-Jährigen am Muckenkogel in Lilienfeld beinahe zum tödlichen Verhängnis geworden. Der Mann lehnte sich kurz vor der Aufnahme an ein Holzgeländer, aus dem plötzlich das oberste Brett abbrach. Daraufhin verlor der 29-Jährige den Halt und stürzte rund 30 Meter über Steilgelände ab. Nur wenige Meter oberhalb des Lindenbrunnenwasserfalls verfing sich der Bergsportler in einem Strauch und blieb dort liegen.

Zwei Männer aus der Gruppe konnten zu dem Verletzten absteigen und ihn bis zum Eintreffen der Bergrettung notdürftig mit einer Schnur sichern. Gegen den Wegerhalter wird wegen des defekten Geländers ermittelt.

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