In den vergangenen Tagen ist es alpenweit erneut zu schweren Bergunfällen gekommen.

Tödlicher Kletterunfall an der Großen Zinne

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Ein 46-jähriger Deutscher ist in der Nacht zum Sonntag an der Großen Zinne tödlich verunglückt. Der Mann war mit zwei Freunden, einem Mann und einer Frau, von der Auronzohütte aus in Richtung Cima Grande aufgebrochen, um diese über den Normalweg zu besteigen. 

Medienberichten zufolge kam das Trio erst in die Nacht hinein und dann von der Route ab. Beim Versuch, den Fehler zu korrigieren, stürzte der Deutsche rund 100 Meter in die Tiefe. Für ihn kam jede Hilfe zu spät; seine beiden Begleiter wurden von der Bergrettung von der Großen Zinne ausgeflogen.

Wanderer kommt im Wallis ums Leben

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Wie die Kantonspolizei Wallis meldet, hat sich am Sonntagnachmittag am Fenêtre d'Arpette (2665m) ein tödlicher Bergunfall ereignet, bei dem ein 69-jähriger Israeli ums Leben kam. Der Mann befand sich gerade mit einem Begleiter im Abstieg Richtung Val d'Arpette, als er - trotz Steigeisen - auf einem Schneefeld ins Rutschen kam und rund 50 Meter in die Tiefe stürzte. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Israeli feststellen.

Tödlicher Unfall am "Salewa"-Klettersteig

Am Samstagnachmittag ist es am "Salewa"-Klettersteig am Oberjoch (Oberallgäu) zu einem tödlichen Unfall gekommen. Zusammen mit seinem Bruder war ein Mann aus Baden-Württemberg in der Via Ferrata unterwegs, als im zweiten Abschnitt des Klettersteigs stolperte und rund 70 Meter über steiles Felsgelände abstürzte. Dabei zog sich der 32-Jährige tödliche Kopfverletzungen zu. Die eintreffenden Rettungskräfte konnten nichts mehr für den jungen Mann tun.

Frau stirbt bei Wanderung

Ebenfalls im Allgäu ist am Samstagabend eine Frau ums Leben gekommen. Die 56-Jährige wollte von der Talstation der Alpspitzbahn bei Nesselwang zur Kronenhütte wandern, als sie aus bisher noch ungeklärter Ursache plötzlich zusammenbrach und noch an der Unfallstelle verstarb. 

Unfall am Eiskarklettersteig

Am Sonntag wollten zwei erfahrene Bergsteiger von der Oberen Valentinsalm über den Eiskarklettersteig zur Eiskar Kaverne in der Kärntner Gemeinde Kötschach-Mauthen aufsteigen. Beim Zustieg zur Via Ferrata rutschte einer der beiden aus stürzte rund 20 Meter über eine steile Rinne in die Tiefe. 

Sein Begleiter, der bei dem Zwischenfall unverletzt blieb, konnte zu dem Verunglückten absteigen, Erste Hilfe leisten und die Rettungskräfte alarmieren. Der schwerverletzte 58-Jährige wurde mit dem Hubschrauber ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.

Erneut Schauplatz eines schweren Bergunfalls: Der Watzmann.

| © Picture Alliance

Sturz am Watzmann

Beim Abstieg von der Watzmann-Südspitze ist am Samstag ein Mann aus Nordrhein-Westfalen schwer verletzt worden. Der 47-Jährige war rund 200 Meter unterhalb des Gipfels ausgerutscht und ca. 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Bei dem Sturz überschlug sich der Bergsteiger mehrfach und zog sich dabei schwerste Verletzungen zu.

Ein Begleiter hatte noch versucht, den Verunglückten aufzufangen, was ihm aber nicht gelang. Bei der Aktion stürzte der Bersgteiger selber rund 30 Meter ab, verletzte sich dabei aber nur leicht. Sein schwerverletzter Bergkamerad wurde - nach schwierigem Rettungseinsatz - mit einem Polizeihubschrauber nach Ramsau geflogen.

Wanderin verunglückt in Tirol

Noch Glück im Unglück hatte am Wochenende eine Wanderin in Osttirol. Die Frau aus Bayern war bei einer Tour in der Nähe von Matrei auf einem Schneefeld ausgerutscht und mehrere Meter abgestürzt. Dabei zog sich die 65-jährige einen Unterschenkelbruch zu.

Tödlicher Unfall am Matterhorn

Bereits am Freitag hat sich am Matterhorn ein tödlicher Alpinunfall ereignet, bei dem ein 65-jähriger Russe sein Leben verlor. Der Mann war Teil einer Dreierseilschaft, die über den Furggengrat den Gipfel des weltberühmten Viertausenders erreichen wollte. Laut übereinstimmenden Medienberichten stürzte der Russe als Seilletzter in einer Höhe von rund 3800 Metern mehrere Meter in die Tiefe. Seine Kameraden konnten den Absturz der kompletten Seilschaft verhindern. Dennoch zog sich der Russe bei dem Unglück so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

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