Die Verwirrung in Sachen Labels kennt man zu gut aus den Lebensmittelregalen. Kein Wunder, dass man Vorbehalte hat, wenn man auch im Outdoor-Handel auf Zertifikate stößt. Doch neben einigen markeneigenen stehen zwei Labels besonders für seriöse Qualität und striktes Arbeiten: die Fair Wear Foundation und Bluesign.

Bluesign

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Die bluesign Zertifizierung ist ein hoch- komplexes Unterfangen: Jede einzelne Zutat in der Herstellung eines Produktes wird auf die Aspekte Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Schadstofffreiheit durchleuchtet – vom Faden bis zum Färbeprozess, vom Reißverschluss bis zur Abfallentsorgung. Es werden Verbesserungen und effiziente Lösungen herausgearbeitet, die dann bei den Rohstofflieferanten und Produktionsstätten implementiert werden müssen, um eine Zertifizierung zu erhalten. bluesign.com

Orientierung im Handel

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Auch der Fachhandel möchte seinen Kunden bessere Orientierung verschaffen. Während die Handelskette REI in den USA gar Hersteller aus ihrem Sortiment verbannt, die nicht den Firmenrichtlinien entsprechen, versucht es Globetrotter hierzulande mit klarer Markierung. Mit der „Mission: Grüne Horizonte“ hat die Firma eine Kampagne lanciert, die mit dem Symbol „Eine grünere Wahl“ besonders nachhaltige Produkte kennzeichnet. Die Auswahl trifft Fabian Nendza, der als Corporate-Social- Responsibility-Manager (kurz: CSR) für das verantwortliche Handeln des Unternehmens zuständig ist. Dabei spielen Material und Langlebigkeit der Produkte ebenso eine Rolle wie die Markentransparenz. globetrotter.de

Fair Wear Foundation

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine NGO, die mit Herstellern, Produktionsstätten, Gewerkschaften und auch Regierungen zusammenarbeitet, um für faire und sichere Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette zu sorgen. Wer Mitglied werden möchte, muss u. a. rechtsverbindliche Arbeitsverträge, sichere Arbeitsbedingungen bieten und existenzsichernde Löhne zahlen. Die Auditoren überprüfen die Feuerlöscher genauso wie die Arbeitszeiten. Inzwischen zählt die FWF über 120 Hersteller, viele davon aus der Outdoor-Branche. Dabei sind Deuter, Haglöfs, Jack Wolfskin, Mammut, Ortovox, Schöffel, Vaude und viele mehr. fairwear.org

Eigene Markenlabels

Vaude, deutsche Vorreiter- Marke in Sachen Nachhaltigkeit, hat seit 2010 ein eigenes Label für grüne Produkte: „Green Shape“. Damals habe es kaum verlässliche Labels gegeben, die alle für VauDe wichtigen Kriterien erfüllten. Heute erfasse das Label „Green Shape 2.0“ den gesamten Produktlebenszyklus: vom Design, über Materialien, Produktionsstätten, Gebrauch und Pflege des Produkts sowie mögliches Recycling oder umweltfreundliche Entsorgung. vaude.de

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