Immer mehr Bergsteiger erklimmen den Mount Everest. Dadurch bleibt auch immer mehr Müll auf dem Dach der Welt zurück. Besonders problematisch sind die Exkremente der Alpinisten.

Auf dem Weg zum "Dach der Welt" kommt man an zahlreichen zurückgelassenen Zelten, kaputter Kletterausrüstung, leeren Sauerstoffflaschen, Plastikmüll und Fäkalien vorbei. Nicht gerade der schönste Anblick. Auf der chinesischen Nordseite des Berges haben 30 Bergsteiger in diesem Jahr bereits über acht Tonnen Müll (darunter mehr als zwei Tonnen Exkremente) gesammelt. 

- Anzeige -

Durch die ungewöhnliche Wärme der letzten Jahre, tauchte außerdem der Unrat verganger Expeditionen wieder aus dem Eis auf. Um den Müll zu verringern, müssen Bergsteiger, die von Tibet aus auf den Everest steigen, seit 2015 acht Kilo Unrat auf ihrem Weg einsammeln. Es drohen bis zu 100 Dollar Strafe pro Kilogramm, wenn sie mit leeren Händen zurückkommen. In Nepal drohen sogar Strafen von bis zu 4000 Dollar.

- Anzeige -

2017 kamen so knapp 40 Tonnen Müll zurück. Trotz der Strafen liefert aber nur jeder zweite Bergsteiger die geforderte Menge an Müll ab. Sherpas kritisieren, dass in den Hochlagern zu wenig Überwachung gäbe. So könne schwer sichergestellt werden, dass der Berg sauber bleibt.

Die Exkremente der Bergsteiger werden häufig gar nicht oder in Sickergruben entsorgt. Diese können während des Monsuns jedoch überlaufen und das Trinkwasser verunreinigen. Die chinesische Regierung arbeitet deshalb an umweltfreundlichen Toiletten. 

Bis 2020 hat die chinesische Regierung bis zu 45 Aufräumaktionen geplant, um den Berg vom Müll zu befreien.

- Anzeige -

0 Kommentare

Kommentar schreiben