Schon vorzeitig wurde ein Erfolg des Volksbegehrens in Bayern verkündet.

Das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" konnte bereits am Dienstagnachmittag einen Erfolg verkünden. Obwohl die Eintragungsfrist offiziell erst am Mittwoch, 13.02. endet, erreichte das Volksbegehren bereits einen Tag zuvor die benötigte Stimmenanzahl. 

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Über zehn Prozent der Stimmberechtigten in Bayern trugen sich für die Änderung des bayerischen Naturschutzgesetzes zugunsten der "Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern" ein.

Hochoffiziell ist das Ergebnis noch nicht. Erst am Donnerstag werden die offiziellen Zahlen vom Landeswahlleiter bekanntgegeben. Allerdings hatten die Initiatoren Zahlen aus verschiedenen Städten abgefragt und teils hochgerechnet. An der Richtigkeit des Ergebnis besteht demnach kein Zweifel.

Wie geht es jetzt weiter?

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Der Landtag hat nun drei Möglichkeiten: Er kann den vogelegten Gesetzesentwurf unverändert annehmen. Lehnt er den Entwurf ab, entscheidet das Volk per Volksentscheid. Die dritte Option ist, dass der Landtag einen eigenen Gesetzesentwurf vorlegt. Über die beiden Entwürfe entscheidet dann ebenfalls das Volk im Volksentscheid.

Am wahrscheinlichsten ist die dritte Option. Ministerpräsident Markus Söder kündigte bereits einen eigenen Gesetzesentwurf an. 

Mehr Informationen zum Volksbegehren findet Ihr hier.

Journalistin, Naturschützerin und Autorin Margarete Moulin kritisiert die Bergsportler in einer Streitschrift: "Der gemeine Bergsportler kann mehr Skibindungsmarken oder Jackenlabels aufzählen als heimische Vogel- oder Insektenarten. Die Präsenz von Natur empfindet er als selbstverständlich und verschläft darüber ihre Verteidigung. Mehr noch: Er delegiert sie."

Die Streitschrift von Margarete Moulin findet Ihr in kompletter Länge hier.

In Anknüpfung an das Volksbegehren zugunsten der "Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern" stellen wir in einem Kontrovers die Frage: Wie grün sind wir Outdoorsportler wirklich? Hier geht es zum Artikel.

Die Meinungen unserer User zeigen, dass diese Frage Brisanz birgt.

Nur notwendiger Zweck bei der Sportausübung oder bewusstes Erleben der Natur?

| © Picture Alliance

Monika Teusch sieht die Freizeitsportler in der Pflicht: 

"Ich plädiere schon länger dafür, das Freizeitverhalten zu überprüfen. Muss es immer der Fernwanderweg in Australien sein? So lange wir bedenkenlos mit dem Auto zum Freizeitvergnügen fahren, so lange wird sich kaum etwas ändern. Die Auswirkungen scheinen ja so weit weg. Allerdings tragen die Medien ihren Teil dazu bei. Schaue ich mir die Angebote an, so ist kaum eines dabei, das mit ÖV erreichbar ist. "Nach mir die Sintflut" scheint immer noch das Motto vieler Freizeitsportler zu sein."

Ein anderer User sieht sich nicht alleine in der Verantwortung:

"Mein Reiseverhalten beeinflusst nicht das Insektensterben! - weil eben nicht nur Bergsportler sondern A L L E im gleichen Boot sitzen und gefordert werden müssen. Es reicht nicht aus, wenn sich EINE Gruppe arrangiert und die anderen Gruppen arbeiten dagegen. "Gemeinsamkeit macht stark!"

Das Thema erhitzt die Gemüter. Was denkt Ihr?

 

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