Bei der Besteigung des Kilimandscharo hat man es mit unterschiedlichen Temperaturen und unterschiedlichen Untergründen zu tun. Welcher Schuh ist hinsichtlich Preis-Leistung zu empfehlen und eignet sich dieser auch für andere Bergtouren?

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Frage von Gunda H. per Mail: Ich möchte in diesem Jahr gerne den Kilimanjaro besteigen. Dazu brauche ich noch geeignetes Schuhwerk denn meine Wanderschuhe sind glaube ich zu kalt. Im Geschäft haben sie mir so einen Expeditionsschuh empfohlen. Brauch ich den für den Kili?

Antwort von Olaf: Nein, den brauchst du nicht. Zumal du den Schuh auf den unteren Etappen am Kili nicht anhaben wirst und dann quasi mit zwei unterschiedlichen Schuhen agierst.

Zudem wirst du wahrscheinlich den Schuh hier in den Alpen nicht mehr wirklich einsetzen, außer du gehst zum Eisklettern oder machst heftige Wintertouren.

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Auch ist der Gehkomfort in diesen Schuhen nicht so toll, es sind halt sehr steife und feste Bergschuhe. Das brauchst du am Kili nicht. Es gibt mehrere Möglichkeiten:

1. Du wählst einen festen Wanderschuh aus, der so groß ist, dass du gut zwei Paar dicke Socken anziehen kannst. Problem: Auch den Schuh wirst du dann hier nicht mehr all zu oft brauchen. Kosten: ca. 300 Euro

2. Du suchst dir eine isolierende Gamasche (z.B. von Berghaus) für deinen vorhandenen Schuh (wenn das ein fester Berg- oder Trekkingschuh ist, mindestens KategorieB/C). Die bringen schon ein paar Grad an Isolation. Kosten: ca. 120 Euro.

3. Die letzte finde ich die sinnvollste Lösung. Du kaufst dir ein paar Heizsocken (vgl. ALPIN 02/2018), die du in den normalen Schuhen nutzt.

Die sind nicht viel dicker als normale Wandersocken und halten die Füße für die paar Stunden, die du es brauchst zuverlässig warm. Wenn du die Akkus gut aufgeladen am Gipfeltag ansteckst und dann anmachst, wenn du merkst, dass du kalte Füße bekommst, reicht das sicher.

Vorteil: die Kosten halten sich in Grenzen und du kannst mit (vorhandenen?) Schuhen gehen, die du hier auch noch nutzen kannst. Und im Winter bist du an einzelnen Tagen vielleicht auch mal froh, Heizsocken zu haben. Kosten: ca. 200 Euro.

Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf finden Sie unter: alpin.de/olaf

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

Hier Videos, in denen Olaf Fragen zu Hochtouren per Video beantwortet hat:

Text von Olaf Perwitzschky

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